Die herrliche Panoramastraße führt über das Hahntennjoch (1.902 m) über Boden und Bschlabs nach Elmen ins Lechtal (25 km).
Die mautfreie Hahntennjochstraße führt mitten durch die Lechtaler Alpen und verbindet das mittlere Oberinntal mit dem mittleren Lechtal. Sie ist der letzte Alpenübergang Österreichs, der dem Verkehr erschlossen wurde und ist nur in den Sommermonaten befahrbar.
Erbaut wurde die Straße auf Initiative des damaligen Imster Bürgermeisters Josef Koch. Baubeginn war bereits im Jahr 1948, in Handarbeit mit 10 Bauarbeitern. Bei der offiziellen Eröffnung, am 12. Oktober 1969, war sie eine bis zu 4 Meter breite Schotterstraße. Erst als der Verkehr so zunahm, dass es nur noch eine Schlaglöcherstraße war, wurde an Verbreiterungen und einen staubfreien Belag gedacht. Heute ist sie eine der schönsten Bergpanoramastraßen der Nordalpen.
Die Orte Pfafflar, Boden, Bschlabs und Gramais wurden einst über diesen Übergang besiedelt. Bis zum Bau eines Güterweges von Elmen nach Boden wurden alle Lebensmittel und sonstigen Waren, teils auf dem Rücken, teils mit Tragtieren über das Hahntennjoch nach Boden, Bschlabs und sogar bis nach Gramais getragen. Bevor es in den Bergdörfern Friedhöfe gegeben hat, wurden auch die Toten über dieses Joch nach Imst zur Beerdigung getragen. Von den Lawinen- und Kälteopfern dieser Zeit zeugen einige Marterl´n (Bildstöcke) an der Bodener Kirche.