Krumbach (Bezirk Bregenz) mit einer Fläche von 8,7 km2 liegt im sonnigen Vorderwald auf einer Höhe zwischen 650 und 920 m.
Die Gemeinde zeigt eine für diesen Teil des Bregenzerwaldes typische Streusiedlung und große landwirtschaftlich genutzte Grünlandflächen. In den Schluchten und Schattenhängen ist das Flurbild durch lange Waldstreifen gekennzeichnet. Markante Zäsuren im sanfthügeligen Landschaftsrelief Krumbachs bilden die tiefen Einschnitte der Flüsse Weißach und Bolgenach.
Der Bärentobelsteg, der im Jahre 1997 errichtet wurde, führt im geichnamigen Tobel über die Bolgenach. Mi dem Bau dieses Steges wurde ein wunderschöner Rundwanderweg erschlossen. Der Weg führt vom Dorfplatz über die Parzelle Grund, auf dem alten Kirchweg nach Riefensberg. Auf dem Gemeindegebiet von Hittisau wird die Dammkrone des Bolghenachstausees überquert. Von dort führt der Weg weiter entlang am Stielgraben zurück zum Ausgangspunkt.
Im Jahr 1999 erfolgte die Umgestaltung des Krumbacher Dorfplatzes. Besonderes Augenmerk verdient der Dorfbrunnen, der im Auftrag der Gemeinde vom Bregenzerwälder Künstler Herbert Meusburger geschaffen wurde und als Portal zwischen bürgerlicher und kirchlicher Welt aufzufassen ist.
Zu den bemerkenswertesten Bauten Krumbachs zählt die sogenannte "Gießenbrücke" in der Parzelle Zwing, die als gedeckte Holzbrücke über die Bolgenach führt. Errichtet wurde sie im Jahr 1792. Die Brücke stellte lange Zeit eine wichtige Verkehrsverbindung nach Riefensberg und das benachbarte Allgäu her. Heute dient sie hauptsächlich Wanderern.
1806 erfolgte die Einweihung der neu erbauten Krumbacher Pfarrkirche hl. Martin, die als schlichter Saalbau mit einem eingezogenen Chor aufgeführt ist und von einheimischen Meistern erbaut wurde. Reizvoll ist vor allem ihre qualitätvolle barocke und barockisierende Innenausstattung aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Der Messnerdienst bestand schon in älterer Zeit als eigenes Amt. Das wurde gemäß Wälderbrauch abwechselnd - zu drei Jahren - an einen armen Gemeindebürger in einer Wahl vergeben. Die Hausbesitzer hatten je eine und der Pfarrer fünf Stimmen. Das Einkommen bestand in freier Wohnung für den Messner und seine Familie. Er hatte das Recht in jedem Haus einen bestimmten Betrag einzuheben, ebenso im Herbst Kartoffeln zu sammeln.
Das alte Messnerhaus befindet sich etwa 150m nördlich der Pfarrkirche.
Mit der Umsetzung des Vorarlberger Wanderwegekonzeptes wurde in den letzten Jahren ein ortsübergreifendes Wegenetz erschlossen und einheitlich markiert. Alte Verbindungen wurden wieder hergestellt und eine Reihe von Rundwanderrouten neu geschaffen.
Krumbach verfügt über 25 km gut ausgebauter Wanderwege, die den vielfältigen Kulturraum des Ortes erschließen und den Blick auf ein herrliches Panorama freigeben. Eine besondere Faszination übt die Kulissenwirkung langer Bergrücken und markanter Felsen aus, die zum Teil schon auf Deutschem oder Schweizer Gebiet liegen.
Eine weitere Möglichkeit, die Freizeit zu gestalten, bietet ein rund acht Kilometer langer abwechslungsreicher Radweg, der sich auch für Familienausflüge eignet.
Das Naturschutzgebiet Roßbad stellt einen typischen Ausschnitt der Molasselandschaft des Vorderen Bregenzerwaldes dar. An den steilen Hängen zur Weißach und zum Badgraben wachsen naturnahe Mischwälder. Auf den land- und forstwirtschaftlich genutzten Terrassen oberhalb der Bacheinschnitte finden sich auf sauren Böden natürliche Tannen-Fichtenwälder und als Streuewiesen genutzte Moorflächen. Diese stellen Relikte ehemals ausgedehnter Feuchtgebiete dar.
Das Naturschutzgebiet Roßbad beherbergt Reste eines Hochmoores, das teils noch extensiv bewirtschaftet wird und teils mit Moorbirken verbuscht ist.