Die Kelten errichteten hier im 2. Jh.v.Chr. eine der größten stadtartigen Ansiedlungen des Ostalpenraumes.
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Der römische Imperator bezeichnete derartige frühe Städte der Kelten "Oppida". Die Bewohner waren Adelige, Bauern aber auch Handwerker und Händler. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde von hier aus auch die Eisenerzvorkommen im Oberpullerndorfer Becken ausgebeutet und das ausgeschmolzene Rohmaterial verarbeitet oder weiterverhandelt. Dieses norische Eisen oder "ferrum noricum" wurde im römischen Reich besonders geschätzt, da es von sehr hoher Qualität war.
Die Präsentation des keltischen Lebens
soll nun in Schwarzenbach zur Dauereinrichtung werden.
Deshalb hat die Gemeinde das VIAS-Vienna Institute für Archaeological Science mit der Errichtung eines archäologischen Freilichtsbereiches betraut, auf dem in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt ein Teil der keltischen Stadt wieder aufgebaut werden soll.
Voraussetzungen für einen wissenschaftlich vertretbaren Wiederaufbau waren ein intesnsives Studium der eisenzeitlichen Werkzeugkultur, sowie der archäologischen Baubefunde. Ziel bei der Errichtung der Anlage war eine weitestgehende Authenzität.
Baumaterialien
Die Rekonstruktionen basieren auf den archäologischen Grabungsergebnissen.
Es wurden nur solche Baumaterialien verwendet, die auch in der Eisenzeit zur Verfügung standen. Der Einsatz verschiedener Holzarten, sowie der Holzverbindungstechniken und die dabei entstehenden Arbeitsspuren orientieren sich an der eisenzeitlichen Holztechnologie.
Im August 2002 konnte mit der Errichtung der geplanten keltischen Gebäuden begonnen werden. Mittlerweile wurden von einem Arbeitsteam, unter der Leitung von Mag. Wolfgang Lobisser, ein Handwerkerhaus, ein Speicherbau, ein Keramikbrennofen, eine Zisterne, sowie ein großes Wohngebäude errichtet.