Der Rundwanderweg führt von Eggenburg aus durch die Weingärten und Felder zu den Kogelsteinen und zur Fehhaube. Diese markanten Steinformationen, die seit jeher die Fantasie der Menschen beschäftigten und auch heute wieder Wünschelrutengeher, Pendler, Druiden, Künstler und Esoteriker anziehen, sind Reste eines 300 Millionen Jahre alten Gebirges. Weiter geht es zur malerischen Kellergasse von Stoitzendorf, wo sich auch ein Rebsortenpfad befindet. 40 verschiedene Rebsorten wurden hier gepflanzt und beschrieben. Die 12 hier gekelterten Sorten können Sie bei den Winzern auch gleich verkosten. Nach einer Einkehr in einem Presshausheurigen führt der Weg wieder zurück nach Eggenburg.
Die Wanderung führt über ebenes Gelände, die Wegzeit, ohne Aufenthalt beträgt ca. 2 ¼ Stunden.
Den Folder „Stein und Wein“, der die genaue Wegbeschreibung sowie Erläuterungen zu Fauna, Flora, den Weinbau und einige Sagen der Region enthält, bekommen Sie in der
Tourismus-Information Eggenburg.
Krahuletzplatz 1
Tel. 02984/3400, E-Mail tourismusinfo@eggenburg.at
Kogelsteine und Fehhaube - Steinerne Zeugen aus den Tiefen der Erde
Die Kogelsteine bei Grafenberg zeigen die für Granite typischen Verwitterungsformen („Wollsackverwitterungen“). Diese Granitwollsäcke prägen die Landschaften des Wald- und Mühlviertels.
Der massige Granit ist ein Tiefengestein, das auf seinem Weg zur Erdoberfläche großen Belastungen ausgesetzt war, gespalten wurde und verwittert ist. Die Kogelsteine zeigen die typische Form der "Wollsackverwitterung". Die Verwitterung erfolgte bevorzugt an den waagrechten und senkrechten Spalten und Rissen. Aufmerksame Beobachter werden an allen umliegenden Granitkörpern weitere typische Verwitterungserscheinungen (Felsschüsseln und Felskarren) erkennen.
Das Gebiet um die Kogelsteine ist ein unter Naturschutz stehender Trockenrasen. Trockenrasen sind ungedüngte Pflanzengesellschaften, entweder natürlich oder durch menschliche Bewirtschaftung entstanden. Der karge Boden bietet vielen anspruchslosen Pflanzen und Tieren, die oftmals streng geschützt sind, den einzigen Lebensraum in unserer Gegend.
Kellergassen sind eine landschaftsprägende Erscheinung, die nur im niederösterreichischen Weinviertel anzutreffen sind. Aneinander gereihte Gebäude, die nur einem Zweck dienen: Wein zu produzieren und zu lagern. Im Presshaus, einem einfachen Kubus, befinden sich die Presse, früher aus Holz; mehrere Tröge, Tische und Bänke. Vom Presshaus oder einem einfachen „Vorkappl“ geht es durch den „Hals“ in die Tiefe des Kellers, wo ganzjährig eine konstante Temperatur von 8 – 10° herrscht.
Besonderheiten der Stoitzendorfer Kellergasse sind nicht nur der Rebsortenpfad sondern auch das Weinhüterkreuz und die Hiatahütte.
Ein Weinhüterkreuz verbindet Darstellungen aus Religion und Brauchtum und war wohl ein Symbol für die Bitte um günstiges Wetter und Schutz für die Rebstöcke. Die Hiatahütte war die Behausung des Hüters, der während der Zeit der Weinreife die Weingärten bewachte und den Zutritt für Fremde verwehrte.
Die Winzer in der Kellergasse Stoitzendorf laden Sie ein, ihre Weine zu verkosten. Wo immer eine Tür offen steht, sind Sie willkommen!