Der Rundgang beginnt am historischen Hauptplatz. Seine Größe lässt die Bedeutung der ehemals landesfürstlichen Stadt erahnen. Beachtenswert sind die prachtvollen Bürgerhäuser aus Gotik und Renaissance, der Pranger, die Mariensäule und Pestsäule, der Adlerbrunnen, das Sgraffitohaus aus dem 16. Jh. und der Häuserblock in der Mitte des Platzes, das so genannte "Grätzl".
Mächtig überragt die Stadtpfarrkirche St. Stephan weithin das Stadtbild und ist sein Anbeginn das Wahrzeichen Eggenburgs. Mit den beiden romanischen Osttürmen (12. Jhdt.), dem frühgotischen Chor (14. Jhdt.) und dem spätgotischen Langhaus (1491-1515) ist dieses Bauwerk ein Denkmal bodenständiger Steinmetzkunst.
Die Zinnen blieben als Corporate Identity des Mittelalters
Die Stadtmauer ist insgesamt 1806 m lang und bis auf die drei Tortürme die im vorigen Jh. gefallen sind, noch vollständig erhalten. Die Mauer mit dem Zinnenkranz wurde im 14 Jahrhundert errichtet. Vorgelagerte Zwingeranlagen kamen zur Verstärkung hinzu, sowie die im 15 Jahrhundert errichteten Wehr- und Tortürme. Von der Burganlage selbst ist heute nur noch der Bergfried erhalten. Der malerische Weg
auf dem Glacis, der rund um die Stadtmauer führt, wurde schon in der Biedermeierzeit angelegt.
Der Kanzlerturm ist einer der drei erhaltenen großen Wehrtürme. Hier besteht eine Aufstiegsmöglichkeit auf die Mauerkrone. Eine Rekonstruktion des Wehrganges gibt die Möglichkeit zu einer kleinen „Zinnernwanderung“. Hier können die Schießscharten und Zinnen aus der Nähe betrachtet werden. Im Inneren befindet sich eine Ausstellung des Eggenburger Schützenkorps. Die große Wiese vor dem Turm wird alljährlich stimmungsvolles Ambiente des Mondscheinkinos und des Mittelalterfestes.
Der Stadtmauernrundgang dauert ca. 1,5 Stunden. Einen Folder mit Erläuterungen und Wegbeschreibung erhalten Sie in der Tourismus-Information Eggenburg.
Selbstverständlich werden gegen Voranmeldung auch Stadtführungen angeboten.
Buchungen bitte unter 02984/3400 oder tourismusinfo@eggenburg.at