Das Keltenfest ist für Schwarzenbach mittlerweile schon zur Tradition geworden. Es findet heuer vom 18.-20. Juni 2010 statt.
Thema für das heurige Fest: Glas
Schulkinder stürmen das Keltenfestgelände am Freitag und lassen das keltische Oppidum zum Leben erwachen.
In archäologischen Workshops wird das keltische Handwerk nachempfunden. Trommler, Dudelsackspieler, irisch-keltische Musik, keltische Krieger, der Druide und der Keltenfürst versetzen uns 2500 Jahre zurück in die Vergangenheit - in das Leben der Kelten. In den drei Tagen kann Jedermann(frau) dem Alltag entfliehen und in den Hauch der Mystik und Kultur eintauchen.
Nachdem die Schulkinder auf das Keltengelände gelangen, bekommen sie erste allgemeine Informationen über den Ablauf des Festes. Danach beginnt für sie der Keltenparcour, wo sie Verschiedenes über das Leben der Kelten erfahren, z.B. wie getöpfert, geschmiedet, Brot gebacken wurde etc.
in der Knochenwerkstatt. Hier wird gezeigt, wie geschickt die Kelten z.B. Knochen, Hörner oder Geweihe zu praktischen Gegenständen bzw. zu Schmuck verarbeiteten.
es wird gezeigt wie die Kelten Eisen verarbeitet haben.
Die Höhenburg Schwarzenbach war ein ganz wichtiger Standort, von dem aus die Eisenverarbeitung in der Oberpullendorfer Bucht überwacht wurde. Im Gelände sind einige Schmelzöfen bekannt, in denen Eisen verarbeitet wurde.
Die Kelten waren ein sehr gastfreundliches Volk. Es war üblich, die Gäste an reichlich gedecktem Tisch zum Essen und Trinken zu laden um dort oft tagelang öffentliche Gastmähler abzuhalten. Die Trunksucht der Kelten ist gut bezeugt. Die Kelten pflegten beim Essen nicht zu liegen, sondern zu sitzen, und zwar auf Bänken rundum an den Wänden (nach Strabon) oder später an runden Tischen (wie aus der Arthussage bekannt ist).
Am Samstag des Keltenfestes gibt es tagsüber wieder jede Menge an interessanten Dingen zu sehen bzw. werden Aktivitäten angeboten, bei denen aktiv mitgearbeitet werden kann. Außerdem bietet das keltisch-irische Musikangebot die Möglichkeit, sich auf das Sonnwendfeuer am Abend einzustimmen. Bei Einbruch der Dunkelheit wird unter den Rhythmen der Trommler das Sonnwendfeuer entzündet.
Die Kelten haben auch gerne große Reden gemacht, die mitunter in Schlägereien ausarteten.
Außerdem ist bekannt, dass die Kelten spärlich bekleidet, die Haare mit Kalk aufgestellt und mit wildem Geschrei in den Kampf gezogen sind. Mit dieser "Aufmache" haben sie die Feinde eingeschüchter und sie somit in die Flucht geschlagen.
Fürst und Druide mit ihrem Begleiter ziehen durch die Lande...
Wie schon oben erwähnt, hat der durch Kriegsruhm, Abstammung oder Reichtum Angesehenste und Mächtigste in einem Stamm die "Hauptrolle" bei den Gastmählern. Ebenso war dieser der Anführer des Stammes. So ist natürlich der geeignetste Mann dafür der Bürgermeister, der mit seinen "Beratern" durch das Gelände streift, und sich nach dem Wohlbefinden seiner Gäste erkundigt. Ein wichtiger Mann an seiner Seite ist dabei der Druide.
Unsere kleinsten Besucher haben neben all den zahlreichen Workshops, die hier nicht alle angeführt wurden, auch die Möglichkeit, das Leben auf dem Rücken der Pferde zu genießen.
Pferde waren den Kelten sehr wichtig. Den Pferden wurden die saftigsten Wiesen als Weide überlassen, wo hingegen die Ziegen und die anderen Tiere in den Wald zur Futtersuche getrieben wurden.
Die Schulkinder kommen jedes Jahr mit anderen Dingen zu uns, die sie selbst mit keltischen Mustern und Ornamenten verziert und bemalt haben. Im ersten Jahr waren dies Keltenmänner, im zweiten Jahr Fahnen, im dritten Jahr Helme, im vierten Jahr Schilder dann Schwerter und heuer kommen sie mit einem Umhang aus Stoff, der mit keltischen Motiven verziert wird.