Der Marmorsteinbruchstellt sowohl geologisch sowie technisch eine Besonderheit dar. Beim Engelsberger Marmor handelt es sich um einen dichten Hallstätter Kalk, der in einem eng begrenzten Raum am Engelsberg vorkommt. Er weist eine charakterische, kirschrote Farbe auf und ist weißklüftig. Entstanden ist er vor ca. 200 Mio.Jahren im Obertrias aus verfestigtem Meerschlamm.
Die älteste bekannte Aufzeichnung stammt aus dem Jahre 1698, in welchem der Wr.Neustädter Steinmetzmeister Paul Klimpflinger das Gelände von der Herrschaft Starhemberg pachtete.Intensiver Abbau erfolgte in den Jahren 1860 - 1901, sowie vor und während dem 2.Weltkrieg mittels Seilsäge. Die Schnittflächen verleihen dem Steinbruch sein markantes Aussehen.Im Dom zu St.Stephan,ca. 1718- die obere Sakristei, im Kunsthist. Museum- die Prunkstiege, beim Privathaus in der Wiener Argentinierstrasse- die Säulen, die Wandverkleidungen des Wiener Südbahnhofes, die Fußböden der BH-Wr.Neustadt, wurde Marmor dieses Steinbruchs verwendet.Seit 1985 findet jährlich ein Bildhauersymposium am Engelsberg statt, die Werke verbleiben teilweise am Gelände.