Der Mariensteg, der im September 2006 feierlich eröffnet wurde, soll als zusätzlicher Wegbereiter für Begegnungen und Verbindungen zwischen den Menschen "drent" und "herent" und den Bürgern einer ganzen Region dienen, und die bestehende, in Jahrhunderten gewachsene Verbundenheit intensivieren und steigern. Die Brücke ist auch Ausdruck der Freude und der gerne und gut gelebten Partnerschaft und Freundschaft der beiden Gemeinden Wernstein und Neuburg und seiner Bürger.
Die unsymmetrische Hängeseilbrücke hat eine Länge von 145 Metern und überspannt den Inn auf einer max. Höhe von 8 Meter. Das Gesamtgewicht beläuft sich nur auf 80 Tonnen.
Dank der gelungenen Planung von DI Erhard Kargel aus Linz fügt sich die Brücke leicht und unaufdringlich in die landschaftlich sensible Tallandschaft ein.
Nur ein einziger - auf Neuburger Seite - errichteter Pylon trägt die Brücke. Er ist nadelförmig, 30 Meter hoch und leitet die Zugkräfte über Rückspannseile in den Granitfels ab. Lot- und waagrecht wirkende Kräfte nehmen Windseile beiderseits der Querträger auf. Schwingungstilger unter dem Gehbelag minimieren Vertikal- und Horizontalschwingungen.
Auch in den Nachtstunden setzt der Mariensteg Akzente. Die Lichtinstallation der Künstlerin Waltraut Cooper lässt den nächtlichen Steg in den Farben des Regenbogens – als Symbol des Friedens und des vereinten Europa - erstrahlen.