1869 kaufte Andreas Töpper die ehemalige Gewehrfabrik in St. Anton und richtete darin - nach dem Beispiel der traditionellen "Bruderladen" (Hilfsorganisationen von Arbeitern oder Bergknappen) - Räumlichkeiten zur Unterstützung und Versorgung alter, bedürftiger oder verunglückter Mitarbeiter ein. Man sagt dem Unternehmer große soziale Verantwortung nach - so soll er auf den Jahrmärkten alle Lebkuchenstände leergekauft haben, um die Kinder seiner Beschäftigten mit den Süßigkeiten zu beschenken. Für die Realisierung der "Bruderlade" mussten allerdings auch Töppers Arbeiter mitzahlen.
Heute ist in diesem Gebäude - es stammt aus dem 17. Jahrhundert - eine interessante und lebendige Ausstellung zu verschiedenen Bereichen der Sozialgeschichte untergebracht. Neben einer packenden Darstellung der einstigen Lebensverhältnisse von Bauern, Handwerkern und Fabriksarbeitern - auf Schiebeelementen, Text- und Bildtafeln, in Glasvitrinen oder durch musikalische Beiträge - werden auch die sozialen Bemühungen des Hammerherrn und Unternehmers ins rechte Licht gerückt.