Das heilige Gut versteckte er unter einer Buche an der Stelle, wo sich heute der Hochaltar befindet. Ein Bauer aus der Nähe stieß beim Streurechen auf das Diebsgut und verständigte den Pfarrer von Pischelsdorf. Gemeinsam mit Vertretern der Regierung in Burghausen und des Bischofs zu Passau wurde der wertvolle Fund in die Pfarrkirche übertragen. Der Dieb wurde auf dem Siedelberg gefasst und verbrannt. So erzählen die Darstellungen auf acht Gemäldetafeln hinter dem Altar, sowie unvollständige Fresken an der Nordseite der Kirche. Da viele Menschen zur Fundstelle pilgerten, wurde eine hölzerne Kapelle und ein Opferstock errichtet, der noch erhalten ist.
Im Jahre 1515 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen, wobei man Tuff- und Konglomeratsteine von der verfallenen, frühmittelalterlichen Burg auf dem nahen Schlossberg verwendete. Die barocke Inneneinrichtung stammt größtenteils aus dem 17. Jahrhundert und umfasst wertvolle Kunstschätze, wie das schwere Eisengitter aus der Stadtpfarrkirche von Burghausen, die Beichtstühle von 1640 und das Chorgestühl von 1646 und das große Kruzifix über dem nördlichen. 1626 wurde die Orgel eingebaut - sie steht heute unter Denkmalschutz. 1684 wurde der Turm barockisiert (47 m) und das Krämerhaus erbaut. Von den einst zahlreichen Votivtafeln sind nur wenige erhalten. Der jetzige Hochaltar stammt, wie auch die Kanzel, aus dem Jahr 1716.