Wie zum Beispiel: "Die Zähmung der Traun"
Immer wieder bedrohte der ungestüme Fluss die Häuser und die Bahnlinie. Nach der großen Flutkatastrophe von 1920 vergingen noch einmal zehn Jahre, bis die Traunbauleitung unter der Leitung von Hofrat Schauberger, einem Ehrenbürger von Obertraun, mit der Zähmung der Traun bis zur Seemündung begann. Das erst nach 1945 abgeschlossene Projekt war zwischen 1934 und 1938 Teil der sogenannten produktiven Arbeitslosenfürsorge des Staates. die für die Verbauung notwendigen Steine wurden im nahen Steinbruch neben der Straße gewonnen.
Die Obertrauner Heimatgruppe, die Obertrauner Weisenbläser und Musikanten des Ortes begrüßen sie am 4. September 2011. Ab Mittag wird getanzt, gejodelt und gepascht. Die Schuhplattler zeigen ihre überlieferten Plattler.
Der Almsommer wird heute festlich beendet. Nicht nur die Heimatgruppe, auch die Einheimischen haben sich ihre festlichen Trachten angezogen. Fesche Dirndln und zünftige Lederhosen sind eigens für diesen Festtag hervorgeholt worden. Es ist ein buntes, fröhliches Treiben auf der sonst so stillen Lichtung.
Die Kühe grasen friedlich, genießen die letzten Tage im Freien, unbeeindruckt vom Trubel des Festes. Die Kinder toben über die Almwiesen, sie genießen die Freiheit die die Natur hier bietet. Ein Stück weiter rauscht der Bühlerbach und geht man 2 Minuten erreicht man das Ufer der Koppenwinkellacke. Im Wasser tümpeln die Enten und Ruhe und Frieden breitet sich in den Herzen der Menschen aus.
Es scheint so wenig, und ist doch so viel;
was die Natur uns sagen will.
und fühlen wir jetzt in uns hinein,
werden so viele Wünsche klein.
Denn es ist unser größtes Glück,
finden wir zur Natur zurück.
Mehrere kleine Inseln gliedern das Gewässer in Buchten. Ideale Plätze für Enten und Vögel. Der aufmerksame Wanderer sucht vergebens nach einem Zufluss. Jedes Jahr im Frühling füllt sich die Lacke und im Herbst trocknet sie wieder aus.
Es sind kleine Quellen die das Gewässer speisen. Niederschläge die auf dem Dachsteinplateau fallen, sickern durch den porösen Kalk, bis sie auf eine undurchdringliche Gesteinsschicht stoßen. Danach gelangen sie, durch den Schotterboden gedrückt, wieder ans Tageslicht. In der Reinheit und Klarheit des Wassers spiegelt sich der Auwald. Es ist ein MIschwald aus Fichten, Bergahorn und Rotbuchen. In diesem wachsen viele Enzian und Zyklamenarten. Man findet hier auch seltene Planzen wie die Einbeere.
und wird bewirtschaftet. Jeden Sommer treibt die Almbäurin die Kühe vom Ortsteil Reith auf die Koppenwinkelalm. Sie verbringt auch den Tag bei den Tieren und müde Wanderer können sich auf der Alm stärken, die friedliche Atmosphäre und den Duft der Almwiesen genießen.
Deshalb wagte sie kein Freier heimzuführen und den Vater bekümmerte schwere Sorge um ihr Los, wenn er einst nicht mehr wäre. In seiner Not rief er den Berggeist, den erbarmte sein Jammer, er erschien ihm als Greis in wallendem Silber-Haar, das bis zum Saum des Mantels reichte, gab ihm eine graue Rolle und befahl ihm: "Gehe in der dritten Vollmondnacht auf jene breite Fläche dort, lege die Rolle um deine Schulter, sie wird zum Mantel werden. Nimm deine Tochter auf den Mantel; wenn der Mond über dem Berg steht, wird sie sehen. Doch hüte dich in dieser Zeit ein böses Wort zu sprechen, oder auch nur einen bösen Gedanken zu hegen, sonst wehe allen, die sich im Bereich des Tuches befinden."
In der festgesetzten Vollmondnacht kam der Riese dem Angebot nach. Da sah er einen kleinen Mann heranschleichen. Es war der Ritter Däumling, den der Geiz antrieb, um die blinde Braut zu werben. Zornerfüllt stieß der Riese einen Fluch aus und wollte einen Stein nach dem Verwegenen schleudern. Da erfüllte ein Tosen und Donnern die Luft, ein Rutschen und Schwanken folgte. Als die erschreckten Talbewohner aus den Häusern stürzten, sahen sie oben an Stelle der blühenden Almen wildes Felsengeröll. Noch heute kann man in der Felsgestaltung den Körper des Riesen Krippen erkennen, an seine Schulter gelehnt, die blinde Tochter. In einiger Entfernung ragt der steinerne Däumling auf.
auf denen das Vieh ganz besonders nahrhafte Gräser und Kräuter zu weiden fand.
Kein Wunder, dass die Sennerinnen in den Almhütten Milch, Butter und Käse in Überfluss hatten, übermütig wurden und all den Reichtum zu verschwenden begannen.
Mit altgewordenen Käselaiben legten sie ein Pflaster von der größten Hütte bis zum Brunnentrog hinunter und mit der köstlichen Butter fetteten sie ihre Schuhe ein! Nun kam eines Tages ein hungriger Gast zu den Sennerinnen hinauf, ein alter, eisgrauer Mann, dem man die Erschöpfung nach dem weiten, steilen Aufstieg wohl anmerkte. Er wankte der Hausbank zu und bat bescheiden um einen Trunk Milch und ein Stück Brot. Aber die mitleidlosen Mägde kannten kein Erbarmen! Doch siehe da: vor den entsetzten Blicken der Sennerinnen wuchs der Alte plötzlich ins Riesenhafte und rief mit donnernder Stimme: "Dem Dachsteinkönig habt ihr Rast verwehrt - so sei euch künftig Hab und Gut zerstört! Der Schnee bedecke euch und Alm und Herden und nie mehr soll's hier oben aper werden!"
Als des Dachsteinkönigs mächtige Gestalt entschwunden war, zogen im Nu von allen Seiten dunkle Wolken über den Himmel und es begann zu schneien - zu schneien schier ohne Ende!
Die nachfolgende Kälte ließ die dicke Schneeschicht erstarren; und damit war alles Leben unter ewigem Eis begraben.
braust die wilde Jagd alljährlich über die schneeverhüllten Berge, Wälder und Ortschaften des Salzkammergutes.
Aus den Gebirgen des Ennstales kommen die unholden Geister auf Rossen und Böcken unter Geheul und Sturmessausen geritten. Am Dachstein macht die tolle Schar Halt. Da werden die verwunschenen Sennerinnen aus ihren eisgrünen Kammern geholt und es geht zum schaurigen Tanz auf den Gosaugletscher und die Gjaidalm am Krippenstein. Dann aber werfen sich der Anführer und die Windsbraut mit dem brandroten Haar und all die unseligen Jagdgesellen auf ihre Reittiere und lärmen auf ihren nächtlichen Zügen über Goisern um im anbrechenden Morgen die Jagd zu beschließen. So erging es auch einmal einem Spielmann aus Goisern, der zu Silvester einer fröhlichen Runde zum Tanz gegeigt hatte. Als er in später Nachtstunde heimzu eilte, kam der heidnische Schwarm daher und schleppte den Armen durch die eiskalten Lüfte mit sich fort bis zum Traunstein, setzte ihn am tiefverschneiten Gipfel hin und stob mit grässlichem Gelächter nach allen Windrichtungen auseinander.
Als der Geiger am Neujahrstag unter Mühe und Gefahr endlich den Abstieg bezwungen und Gmunden erreicht hatte, war sein Haar schneeweiß geworden. Er mochte nichts Näheres über sein nächtliches Erlebnis aussagen; sicher ist nur, dass man ihn sein ganzes Leben nie mehr lachen sah!
Tief im Naturschutzgebiet des Obertrauner Koppenwinkels, in einer moosbedeckten Mulde umgeben von Huflattichblättern, umrahmt von den Wänden des Landfrieds, zaubern jeden Frühling sprudelnde Quellen, den Koppenwinkelsee hervor.
Ein friedlicher Ort.
Einige Wildenten schwimmen im Wasser. Die Vögel zwitschern und die Berge spiegeln sich im Wasser. Ganz in der Nähe auf der Koppenwinkelalm weidet das Jungvieh. Aus der Almhütte strömt der Duft von "Almraunkerln". Die Bank vor der Hütte ladet ein zu einer gemütlichen Rast.
Tief eingebettet, wie in die Schale einer Nuß,
so liegt es an der Berge Fuß;
in der Mitte ein Fluß es zerteilt,
rasch hinunter zum See er eilt.
Entlang seines Ufers die Häuser kannst seh`n,
bis hinauf zum Waldrand sie steh`n!
Ein dichter Wald umhüllt dies`lieblich Tal,
im Frühjahr da und dort ein Wasserfall.
Dahinter die Felswände ragen empor,
stolz und unnahbar kommen sie dir vor.
Auch im Sommer siehst du hier die Krähe,
sie weist dir des Gletschers Nähe.
Murmeltiere kommen aus den Spalten
und oben die Gämsen in ihrem Reiche walten.
Steigst du dann hinauf auf der Berge Gipfel,
siehst hinunter ins Tal, über der Bäume Wipfel,
für die Augen wahrlich ein Fest,
so lieblich der Ort, wie ein kleines Nest.
Scheust du dich vor den steilen Stegen,
dann geh durch den Wald auf anmutigen Wegen.
Ganz hinten im Tal am letzten Zipfel,
dicht unter der Bäume Wipfel,
ein kleiner See mitten im Wald;
an seinen Ufern merkst du bald,
fernab vom Trubel dieser Welt,
hier Friede sich zu dir gesellt.
Tiefes Empfinden erfasst dein Herz,
die Berge streben himmelwärts.
Du machst hier gerne eine Rast,
wie weggeblasen ist die Alltagslast.
Hier kannst du empfinden Glück,
sicher kommst du an diesen Ort zurück.