· Die Babenberger nutzten den Wald vor allem als Jagdgebiet und erließen deshalb schon im 12. Jh. Rodungsverbote bei Schenkungen an die Klöster.
Als die Habsburger 1276 zu Landesherren wurden, brachten sie den Wienerwald in ihren Besitz. Er blieb bis 1755 ihr Privateigentum. 1396 wird erstmals ein Forstamt für den Wienerwald urkundlich erwähnt.
1512 wird die erste "Waldordnung" für den Wienerwald erlassen. Die Ausbeutung des Waldes nimmt zu. Es folgen umfassende Bestandesaufnahmen der landesfürstlichen Wälder, auch zur Sicherstellung des Holzbedarfes der Untertanen. Die Ergebnisse werden in "Waldbüchern" festgehalten.
Unter Leopold I. wurde im inneren Wienerwald Klausen-Leopoldsdorf gegründet. Auf dem Wienfluß und der Schwechat wurde der Schwemmbetrieb aufgenommen. In der Folge kam es zur vermehrten Schlägerung von Tannen, die gut zu driften sind. War noch 1720 der Anteil von Buchen und Tannen gleich, begann danach eine schrittweise "Verbuchung".
Maria Theresia erließ 1766 eine Waldordnung, unter anderem damit "...nicht mehr nach der alten, verderblichen Gewohnheit mit der Hacken, sondern mit der Sag an der Wurzen solle gefället werden." Außerdem sollten Hecken statt Holzzäune angelegt werden, Maibäume wurden verboten.
Der Wienerwald lieferte das Brennholz für den kaiserlichen Hof und die Ämter. Der größte Teil stand jedoch der Bevölkerung zu einem relativ günstigen Preis zur Verfügung.
1870 sollte fast ein Viertel des Wienerwaldes geschlägert werden, um die leeren Staatskassen zu füllen. Josef Schöffel mobilisierte die Öffentlichkeit und konnte so die drohende Katastrophe verhindern.
1905 wurde vom Wiener Gemeinderat die Herstellung des "Wald- und Wiesengürtels" beschlossen.
Das neue Forstgesetz brachte 1975 die "Waldöffnung": der Wald wird mit wenigen Einschränkungen frei begehbar, ohne Bindung an die Wege.
Steigen Sie ein . . .
Franz Rieger, Hans Steinberger, Manfred Rieger, Robert Geidel und Hans Böswarth (im Bild von links nach rechts) - fünf Jungunternehmer aus dem Wienerwald - haben von ihren Grosseltern und Eltern viel über die Geheimnisse und Romantik ihrer Heimat gelernt.
Die fünf Freunde betreiben heute Top-Häuser modernster Gastlichkeit und bodenständiger Originalität. Mit viel Herz und Liebe bringen sie die Besonderheiten der Region dem Gast näher. Sehen und fühlen Sie die duftenden Kräuterwiesen, die hellen Mischwälder, die mystischen Kraftorte der Waldregion vor den Toren Wiens. Testen Sie die kulinarischen Köstlichkeiten aus Küche und Keller dieser gastlichen Häuser.
Steigen Sie ein - in die Faszination Wienerwald!
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Hotel-Restaurant Laabnerhof
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"1000 Jahre Wienerwald sind für das Land Niederösterreich der Anlaß, ein würdiges Jubiläum zu feiern. Wir wollen dabei den Wienerwald über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt machen und den beeindruckenden Naturraum, seine große kulturelle und historische Bedeutung, aber auch seine Bedeutung als hochwertiger Lebens- und Erholungsraum verstärkt hervorheben und im Bewußtsein der Mitbürger verankern."
Bis vor 150 Jahren stand der große Wald wie eine grüne Mauer schützend vor Wien, heute wird er zunehmends durchlöchert: Zersiedelung, Abholzung, Abgase, Straßen, Steinbrüche und andere menschliche Eingriffe zehren an seiner Substanz. Der Kampf Josef Schöffels vor über 120 Jahren richtete sich gegen eine einzige fassbare Bedrohung - den Verkauf und die Abholzung großer Teile des Wienerwaldes.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: "Ich wünsche uns 1000 Ideen, was wir für den Wienerwald, seine Bewohner und Besucher tun können!"
Der geschichtliche Hintergrund "1000 Jahre Wienerwald" zu feiern, beruht auf einer Schenkungsurkunde des deutschen Kaisers Heinrich II. Mit dieser Urkunde schenkte der deutsche Kaiser dem babenbergischen Markgrafen Heinrich im November 1002 das Wienerwaldgebiet zwischen Triesting und Liesing. Im weiteren Verlauf kam das gesamte Waldgebiet zuerst an die Babenberger, später an die Habsburger. Da die Landesfürsten den Wienerwald vorrangig zur Jagd nutzten, blieb es vor der Rodung verschont. Diese 1000jährige Geschichte des Wienerwaldes ist umfassend durch Quellen belegbar - und vermutlich weltweit einzigartig!