Bad Vöslau

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Herzlich Willkommen in Bad Vöslau!

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher unserer
Homepage!

Die Kurstadt Bad Vöslau mit den drei Ortsteilen Vöslau, Gainfarn und Großau heißt Sie als Gast, aber auch als Bürger herzlich willkommen.
Bad Vöslau hat eine interessante Geschichte, eine sehr lebendige Gegenwart und viele Ideen und Pläne für die Zukunft.
Wein, Wald und Wasser prägen den Kurort, der am Rande des Wienerwaldes liegt und zum Wandern, Biken, Radfahren oder einfach nur zum Verweilen einlädt. Die Stadt ist gleichermaßen bekannt für das großzügig angelegte Thermalbad als auch für die gemütlichen Heurigen.
Bad Vöslau ist lebens- und liebenswert - ein wunderbarer Ort zum Wohnen und auf jeden Fall einen Besuch wert.
Wir freuen uns auf Sie!
DI Christoph Prinz
Bürgermeister

 

Sehenswürdigkeiten im Schlosspark



Sandstein-Plastik:
Vor dem kleinen Teich im Schlosspark, direkt hinter dem Rathaus, befindet sich der Hl. Johannes Nepomuk. Der wegen seines Todes in der Moldau (1393) als Wasserheiliger verehrte Märtyrer steht hier auf einem mit einer Rocaille gezierten, geschweiften Sockel. Als Zeichen seiner priesterlichen Stellung befinden sich zu seinen Füßen neben einem Barett zwei Engelsköpfen.

"Zauner Vasen":
Im östlichen Teil des Schlossparkes in einem mit Steinen ausgelegten Rondeau, befinden sich vier Vasen, die von Franz Anton Zauner (1746-1822) geschaffen wurden. Nach 1945 zerstört, wurden die Vasen, nach jahrelanger Deponierung der Trümmer, vom Bundesdenkmalamt restauriert und neu aufgestellt. Die auf Sockeln hochgestellten gefäßartigen Trommeln zeigen figurale Reliefs; sie sind nach oben mit von Voluten gezierten Deckeln geschlossen, und wären daher eher als Urnen zu bezeichnen. Darauf sind die bedeutendsten Flüsse der vier Erdteile symbolisiert. (Australien wurde im 18. Jahrhundert noch nicht als eigenen Kontinent betrachtet.) Links von den Stufen zum Plattenboden, und dann im Sinne des Uhrzeigers:
NIL-AFRIKA: Sphinx, drei Frauen mit Obstkörben, Elefantenzahn, Löwe, Pyramide, Palmen
MISSISSIPPI-AMERIKA: Krokodil, Frau mit Früchten
DONAU-EUROPA: Pflugschar, Pferd, Frau mit Füllhorn (Europäisches Selbstbewußtsein erkennbar!), Rutenbündel (Ital. Fascio im antiken Rom das Symbol für die Amtsgewalt der höheren Beamten., später von der Partei Mussolinis als offizielles Machtsymbol benutzt)
GANGES-ASIEN: Frauen mit Weihrauch und Spezereien, Kameltreiber

Pestkapelle:
In der Kastanienallee befindet sich die Pestkapelle aus 1713. Die Schrifttafel unter dem 1909 - vom hiesigen August Scheiner - gemalten Altarbild, einer Kreuzigung, erinnert an das Pestjahr 1713. Darunter liegt in einer grottenähnlich gestalteten Nische eine Steinplastik der Pestheiligen Rosalia.

"Roß an der Schwemme":
Am Parkausgang des Schlossparkes zweimalig rechts in die Wiener Neustädterstraße, erinnert die - vom Vöslauer Bildhauer Matthias Hietz - gestaltete Plastik an die ehemalige Pferdeschwemme.

 

Der Wienerwald bleibt immer grün, wenn Menschen sich um ihn bemühn.

"Der Wald von Gainfarn"
Ludwig August Frankl

Bad Vöslau hat durch Ludwig August Frankl die bisher möglicherweise schönsten Verse empfangen, die auf die Geschichte dieser Stadt je gesungen wurden: die großartige poetische Erzählung "Der Wald von Gainfarn" - zufolge der Aufnahme in die berühmte Anthologie "Der tausendjährige Rosenstrauch" von Felix Braun 1949 besonders geadelt:

Ist das ein Schreien und ein Rufen
von Fuhrwerk: weiße Ochsen vor,
zieht´s schwerbeladen Felsenstufen
zu einem kahlen Berg empor.
In Lederhosen, dunklen Jacken,
mit blauem Vortuch, grünem Latz
gehn Bauern, unter Peitschenknacken,
langsam hinauf zum öden Platz.

Der Regen hat, der Stürme Toben
Das Erdreich mälig weggefegt:
jetzt führen neues sie nach oben.
Was wohl das Volk dazu bewegt?
Die Ältesten im Dorf berichten,
in ihrer Jugend hörten sie´s:
Vor Zeiten stand ein Wald von Fichten
frisch wipfelnd, wo jetzt harter Kies.

Als hier gehaust die Türkenhorden,
da haben sie den Wald verbrannt,
der später abgestockt geworden
von der verarmten Dörfler Hand.
Nicht lang her ist´s, da sprach ein Bauer:
"Laßt wieder pflanzen uns den Wald,
ein Denkmal ist er uns von Dauer,
einsinkt das Kreuz am Friedhof bald."

Der Alte sprach´s zu guter Stunde
im Krug beim jungen roten Wein,
und alle, wie aus einem Munde,
sie sagten drauf: "So soll es sein!"
Sie führen, ohne nur zu rasten,
bei Frühlingsschein und Lerchenschlag
von schwarzer Erde tausend
hinauf zum Berge, Tag um Tag.

Und der zum Bau gemahnt beim Kruge,
der Alte zieht die Furchen dann,
in sich vergnügt, mit einem Pfluge,
voran ein Ochsen-Viergespann.
Und endlich lohnt das Werk die Mühe:
da ziehn die Dörfler allesamt
in Sonntagsstaat bei Morgenfrühe
hinan, als ging´s zum heil´gen Amt.

Es gehen die ältesten der Greise
Den Bergesrücken langsam ab,
aus blauem Vortuch in die Gleise
Waldsamen streuen sie hinab:
die jungen Burschen treiben Rinder
mit scharfen Eggen hinterdrein,
nach ihnen glätten lust´ge Kinder
mit Rechen noch die Furchen rein.

Und da die Arbeit nun zu Ende,
tritt auf des Berges höchsten Grat
ein Mann und hebt empor die Hände:
"Laßt jetzt uns beten für die Saat!"
Die Dörfler alle knieen nieder,
und der als Richter treu sie führt,
barhaupt, erhebt die Stimme wieder
und spricht zur Erde, tief gerührt:


"So sei mit frommen Segensspruche
dir anvertraut, was wir gesät;
wir werden ruhn im Leichentuche,
bis hier ein Wald mit Wipfeln weht.
Laß weilen, Herr! In seinem Schatten
ein starkes friedliches Geschlecht;
auf Rebenhügeln, bluh´nden Matten
soll dann kein Herr sein und kein Knecht.

Laß Fische in den kalten Bächen
das edle Wild im Wald gedeihn,
die goldne Ernte in den Flächen
und auf den Höhn den roten Wein.
Gib Vieh dem Stall und Flachs dem Rocken,
der Jugend frohen Sinn und Scherz
und tönen zum Gebet die Glocken,
laß fromm bewegt sein auch ihr Herz.

Und wenn wir auferstehen sollen
und des Gerichts Posaune schalt,
weck, Herr, uns nicht mit Donnergrollen,
laß rauschen, brausen diesen Wald!"
Jetzt schweigend steht er auf dem Steine,
das greise Haupt im Sonnenstrahl;
Und "Amen" betet die Gemeinde,
und "Amen" hallt´s durch Berg und Tal.

 
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