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22. Mai 2008 - Fronleichnamsfest

Hunderte fleißige Hände verwandeln zu Fronleichnam den Deutschlandsberger Hauptplatz in ein Blumenmeer

In einer Prozession an einem Donnerstag im Frühsommer wird die Eucharistie, die konsekrierte Hostie (eine "in Fleisch und Blut Jesu" verwandelte Brotscheibe) in einer Monstranz feierlich unter Gesang und Gebet durch die Straßen getragen.

An vier Altären wird angehalten, das Evangelium verlesen und Fürbitten gesprochen, sowie der Segen gespendet.

Ein kirchliches Fest wird mit Brauchtum vereint.

Das Blumenteppichelegen anlässlich Fronleichnam ist ein typisches Brauchtumsfest der Weststeiermark.

Das Fronleichnamsfest hat seine Wurzeln in der am Beginn des zweiten Jahrtausends entstandenen eucharistischen Frömmigkeit und geht auf eine Vision der Juliana von Lüttich zurück (1209), die in einem Traum die Kirche in Gestalt einer weißen Mondscheibe sah, in der ein kleines Stück fehlte. Dieses Stück war für sie ein gesondertes eucharistisches Fest.

1264 schreibt Papst Urban dieses Fest für die ganze abendländische Kirche vor. Der Name bedeutet fron (=Herrn) Leichnam (entgegen der modernen Bedeutung nicht toter sondern gerade umgekehrt: lebender Leib). Der Feiertag wurde im Hinblick auf die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus bei der Abendmahlsfeier am Donnerstag vor Ostern auf einen Donnerstag gelegt.

 

Als der Schilcherberg entflammte...

Vom 20.-22. Juli 2007 stand die Stadt Deutschlandsberg wieder ganz im Zeichen von Schilcherberg in Flammen.

Zigtausend Besucher aus ganz Österreich ließen sich von den niedrigen Temperaturen nicht abhalten und so erbebten die Weingärten und die Burg unter dem Besucherdrang. Aber nicht nur das Feuerwerk begeisterte die Massen, auch die Gruppe "Infire" sorgte für eine tolle Feuershow und die "Alt Kainacher" ließen den alten Rittertunierplatz mit ihren Ritterspielen wieder aufleben. Aber nicht nur rund um die Burg ging es hoch her. Auch in der Stadt und auf den gegenüberliegenden Hängen zog diese Megaversanstaltung zahlreiche Besucher in den Bann.

Schilcherberg in Flammen von 25.-27. Juli 2008

Tradition - Genuss - Erlebnis
Ein 3-Tages-Fest zu Ehren des Heiligen Jakobus und des Schilchers.


 

Museumsausstellung

Ausstellung für Vor- und Frühgeschichte
Keltenausstellung
Waffenausstellung
Folterkammer im Burgverlies

Besonderes Augenmerk wurde auf die Neugestaltung der Waffenausstellung gelegt.

Interessante und seltene Objekte aus sechs privaten Sammlungen wurden in eine neue Ausstellung gebracht.

Die Bandbreite reicht von mittelalterlichen Schwertern, Rüstungen und Säbeln bis zu napoleonischen Kanonen und Vorderladern.

Eine Rarität ist ein frühes österr. Festungsgewehr, welches in dieser Form nur noch im Heeresgeschichtl. Museum in Wien sich befindet.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Darstellung der Entwicklung der Waffentechnik, beginnend mit einem völkerwanderungszeitlichen Schwert aus dem 6. Jh. bis zum Repetiergewehr des 19. Jhs.

Sonderausstellung

Antiker Gold-, Silber- und Bronzeschmuck

Die Schmuckausstellung, die über drei Etagen im sogenannten Gadenbau zu besichtigen ist, beinhaltet neben äuerst kostbaren goldenen Schmuckstücken aus keltischer, römischer und byzantinischer Zeit auch geschnittene Edelsteine, wie Gemmen und Kameen aus dem reichen Fundus des Burgmuseums.

Vorwiegend Einzelfunde, aber auch private Leihgaben werden der Öffentlichkeit präsentiert.

Große Bedeutung kommt der angemessenen Präsentation der seltenen Schmuckobjekte zuteil, so wurden eigene extravagante Vitrinen in bisher im Burgmuseum noch nicht vorhandenen Formen geschaffen.

Eintrittspreise

Tel: 0043 3462 / 5602 oder 0043 676 46 000 58
Jährlich von 15. März - Mitte November und
täglich von 10 - 19 Uhr geöffnet.

info@archeonorico.at

Erwachsene: EUR 9,--
Kinde ab 6 Jahrer: EUR 4,--
Gruppen (ab 10 Personen): EUR 8,--
Schülergruppen (ab 10 Personen) EUR 3,--
Studenten mit Ausweis, Pensionisten EUR 8,--
Studentengruppen (ab 10 Personen) EUR 6,--
Familien mit steirischem Familienpass, ermäßigter Eintrittspreis

Jahreskarte für unbeschränkten Eintritt EUR 15,--
Führungen ab 20 Personen Aufzahlung pro Person EUR 1,--
Führungen unter 20 Personen Aufzahlung pauschal EUR 20,--
Aussichtsturm (ohne Museumsbesuch) EUR 1,--

Führungen auf Anfrage.

Kindgerechte Führungen möglich.

 

Unberührte Natur in unmittelbarer Stadtnähe

Ausgangspunkt: Parkplatz Klause, Glashüttenstraße
Länge: ca. 2,5 km
Dauer: ca. 30 min.´
Empfehlung: festes Schuhwerk

Die Klause ist eine Wanderstrecke, die gleichzeitig Einblick in ein Stück Geschichte der Stadt und der Weststeiermark bietet.

Moritz Graf Fries, ein reicher Bankierspross, der 1811 die Herrschaft Landsberg erwarb, ließ im Jahre 1814 die Klausenanlage an der Laßnitz im romantischen Felstal, dem Austritt des Flusses aus dem Bergland in die Ebene, durch seinen Verwalter Sebastian Hofer anlegen.
Graf Fries verfügte über ungeheure Geldmengen, die er auch nach Lust und Laune ausgab. Sein Leben diente Ferdinand Raimund als Vorbild für sein Werk "Der Verschwender".

Marmortafeln in den Felswänden verkünden das Zeitgeschehen, u.a. verewigte sich auch Sebastian Hofer durch das Einmeiseln seines Namens in eine Tafel unweit der Einsiedelei.

Vorbei an der Einsiedelei führt ein steiles Stück zur Burg Landsberg.

Heute steht die Klause unter Naturschutz und gehört zu den Natura 2000-Gebieten. Sie bietet einen interessanten Einblick in Fauna und Flora.