Das Färberhandwerk ist im Mühlviertel seit etwa dem 17.Jahrhundert angesiedelt. Es erlebte seine Blüte mit dem Flachsbau und den unzähligen häuslichen Leinenwebereien. Eines der bemerkenswerten Baudenkmäler des Färbergewerbes dieser Zeit ist das Färberhaus in Gutau. In dessen Räume, die heute als Museum eingerichtet sind, wurde bis 1968 noch das Färberhandwerk ausgeübt. Auffallend an diesem ländlichen Barockbau aus dem 17.Jahrhundert, dessen Grundmauern ins 14. Jahrhundert zurückgehen, ist das große Schopfwalmdach für den Trockenboden und der hölzerne "Gewandgang", der zur Belüftung des Trockenbodens diente.
In der Farbkammer ist in Tonbluzern Säure gelagert worden. In den Laden des Kastens wurden die verschiedenen Farbstoffe aufbewahrt.
Im Kesselraum mit dem Ziehbrunnen wird gezeigt, wie in den noch vorhandenen Kupferkesseln Wolle und andere Textilien kochend heiß gefärbt wurde.
Im Mangelraum werden verschiedenen Mustertücher und das Bedrucken des Leinens gezeigt. Beeindruckend die große Mangel, ein hölzerner 12 t schwerer Holzkasten, der durch einen Göpel über das auf Walzen gewickelte Leinen bewegt wurde, damit es einen schönen seidigen Glanz bekam.
Im oberen Stockwerk gibt es wunderschöne Modeln zu sehen, sowie verschiedene persönliche Gegenstände des Meisters und der Gesellen.