Wir fahren mit dem Doppelsessellift zur Bergstation und wandern gemütlich auf dem alten, ebenen "Heuweg" (Nr. 114) gegen Nordwest. Nach einer halben Stunde quert Weg Nr. 113 den Pfad; wir halten uns rechts, nun geht es ca. 30 Minuten bergan zum Gipfel Gaipahöhe (2192 m). Ein Stempel liegt dort bereit. Überwältigend ist der Ausblick in alle Richtungen: im Norden die Radstädter Tauern mit Dachstein, südlich der Rosennock, höchster Berg (2440 m) der "Nocke" . Im Westen die Hochalmspitze in den Hohen Tauern (3360 m)
Auf dem breiten Gratrücken, die Grenze zwischen Salzburg und Kärnten , wandern wir weiter zur Kameritzhöhe; in den nordseitigen Steilhängen neben unserem Weg fallen die schwarzen Felsen auf, die weite Kessel bilden, hier und dort steht eine einfache Almhütte aus Holz, ein Güterweg taucht aus der Tiefe des Tales hoch.
Eine letzte Steigung, dann geht es bergab; bald sind wir an den Anderle-Seen, fünf sind es, einer davon recht groß, kalt und fischreich (Privatbesitz), lädt mit seinen felsig-grasigen Ufern zum Verweilen ein, während neugierige Rinder uns umkreisen.
Wir machen uns auf den Rückweg; vom See aus über den Weg Nr. 113, während wir die Gipfel von Kameritz- und Gaipahöhe linkerhand lassen und wandern über die Schiabfahrt und den Wanderweg 2 zurück ins Tal und zum "Schihof".