Von Wien aus hat sich Sepp Resnik Ende Juni 2007 zu seiner einjährigen Radtour um die Welt aufgemacht. In der österreichischen Bundeshauptstadt hat er dann auch vor und nach der Australien-Etappe der "Friendship-Tour" Zwischenstation gemacht, und nun bewegt sich der Extremsportler erneut auf die Donaumetropole zu. Sein derzeitiger Standort ist Tirol ...
Der Arlberg versucht sein Glück mit einer neuen Bildmarke
Das Markenbewusstsein macht auch vor Skigebieten nicht halt. Im Rahmen der ITB stellten die Tourismusdirektoren von Lech, Zürs, St. Anton am Arlberg und Stuben eine neu konzipierte Wort-Bild-Marke vor. Der Arlberg wird demnach künftig von einem fünfstrahligen Stern und einem markanten, aber sachlichen Schriftzug repräsentiert. "Der bisherige Schriftkörper der individuellen Ortslogos bleibt im Kern erhalten. Er wurde aber einer Verjüngungskur unterzogen und den geänderten visuellen Rahmenbedingungen angepasst", so Martin Ebster, Direktor des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg.
Die Zacken des Sterns symbolisieren die Regionsorte Lech, Zürs, Stuben, St. Anton sowie St. Christoph und sollen die globale Wiedererkennbarkeit der Wintersportregion gewährleisten. "In Österreich ist eine derartige Zusammenfassung vielleicht nicht nötig, weil die fünf Skiorte bereits etablierte Markennamen für Skiregionen sind. Im Ausland jedoch ist ein Auftritt unter einem Markendach sehr zweckmäßig, um zu einem Global-Player zu werden, und dieses Dach sind nicht die einzelnen Orte, sondern der Arlberg", so Reinhard Grohs, Marktingexperte vom Lehrstuhl für Marketing der Universität Wien, im Gespräch mit pressetext. "Unsere Vision ist es, dass sich die Weltmarke Arlberg in einem entsprechend verankerten Logo manifestiert", so Gerhard Walter, Tourismusdirektor von Lech Zürs.
Grohs betont, dass es bereits einige positive Beispiele in diesem Bereich gibt. "Als Beispiel könnte man Whistler Blackcomb oder Les 3 Vallees nennen. Diese Orte haben sich zusammengetan und eine globale, erfolgreiche Skimarke entwickelt", so Grohs. Negative Beispiele wären schwer zu finden, "denn wenn es nicht funktioniert hat, hört man von den Verbindungen einfach nichts mehr". Probleme kann es laut Grohs insbesondere dann geben, wenn man sehr unterschiedlich positionierte Skigebiete zusammenzufassen versucht und dadurch die Eigenheiten der Region aufgegeben werden.
Inhaber der neuen Marke ist die Arlberg-Marketing GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft der fünf Tourismusorte. Das Logo findet ab sofort Anwendung auf allen Werbemateralien der einzelnen Tourismusverbände. Mit dem gemeinsamen Logo sollen sich die einzelnen Marketing-Anstrengungen nun vervielfachen, hoffen die Verantwortlichen. "Das Ganze ist mit dem Arlberg-Logo tatsächlich mehr als die Summe seiner Teile. Wir profitieren voneinander viel stärker als bisher", so Rudi Pichler, Tourismusdirektor von Stuben.