Die Wissenschaft bestätigt, was zufriedene Gäste seit Jahrzehnten spüren.
Vor genau 120 Jahren begann man im damaligen Tarcsafürdö, heute Bad Tatzmannsdorf, das Moor als Heilmittel zu verwenden. Schon damals wurden Untersuchungen in London und Budapest angestellt um die Qualität des Moores zu untermauern. Das „Eisenmoor von Tarcsa“ - wie es gegen Ende des 19. Jahrhunderts genannt wurde - hatte einen Gütegrad, der mit dem von Franzensbad und Marienbad gleichzusetzen war. Somit stand der Entwicklung von Bad Tatzmannsdorf zu einem bedeutenden Moor-Heilbad nichts mehr im Wege.
Mit der Rückbesinnung auf natürliche Heilmethoden erlebt die Moortherapie eine berechtigte Renaissance. Heute bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen des örtlichen Ludwig Boltzmann-Institutes das, was Kurgäste seit Jahrzehnten spüren:
Das Bad Tatzmannsdorfer Heilmoor lindert chronische Schmerzen.
3 x bessere Wärmehaltung
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, das Bad Tatzmannsdorfer Heilmoor hat ein 3x besseres Wärmehaltungsvermögen als vergleichbare Heilmittel wie Fango oder Schlamm.
Wie Heilmoor entsteht
Es entsteht durch Verlandung von Wasserflächen.Unter Luftabschluss und Abwesenheit von Sauerstoff unterliegen die Pflanzenreste einem Umwandlungsprozess, den man Humifizierung oder Vertorfung nennt.Die dabei entstehenden Huminsäuren geben dieser Heilerde die dunkelbraune bis schwarze Farbe.Das BT Heilmoor ist ein sogenanntes Flachmoor.Es entfaltet seine Wirkung über die ausgezeichnete Wärmehaltung und über seine Inhaltsstoffe.
Die Aufbereitung
Täglich frisch gestochen,in der Moormühle von unerwünschten Holzstücken und Steinchen befreit, wird das Heilmoor in Rührwerken mit Thermalwasser vermengt und auf die gewünschte Konsistenz gebracht.Dieser Brei wird dann auf 46°C für die Moorpackungen bzw.42°C für die Moorbäder erwärmt.
Das Moorbad
Die Dosierung eines Moorbades erfolgt über Temperatur,Wasserstandshöhe u. Badedauer. Je nach Indikation und Kreislaufsituation wird ein Halb-, Dreiviertel- oder ein Vollbad verordnet. Moorbäder werden als Überwärmungsbäder eingesetzt. Bei einem länger dauernden Vollbad kommt es zum Anstieg der Körpertemperatur, was in der Wirkung mit einem „Heilfieber“ vergleichbar ist.
Rund zwei Drittel des gesamtösterr. Moorverbrauches werden allein in BT abgebaut. Jedes Jahr werden rund 2.500m³ Moor gestochen. Für eine ganze Moorpackung werden rund 20 kg und für ein Moorbad rund 40 kg frisches Heilmoor benötigt.
Die Moorpackung
Für Packungen wird das Moor zu einer dickbreiigen Masse verrührt. Anders als beim Moorbad kann die Packung lokal begrenzt und zielgenau eingesetzt werden. Da eine Moorpackung die Wärme konstant und schonend an den Körper abgibt, kann diese mit einer relativ hohen Temperatur von bis zu 46°C aufgetragen werden ohne den Kreislauf zu belasten. Bei Krampfadern können die Stellen ausgespart werden bzw. haben sich bei Krampfadern kühle Moorpackungen sehr bewährt.
Wie Heilmoor wirkt
Die Wirkung geht von physikalischen und chemischen Faktoren aus. Insbesondere die Eigenschaft des Moores, eine hohe Temperatur über einen längeren Zeitraum konstant zu halten,sowie seine entzündungshemmenden Inhaltsstoffe machen es zu einem höchst wirksamen Heilvorkommen zur Behandlung von chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates wie Abnützungserscheinungen der Wirbelsäule und Gelenke, rheumatischen Beschwerden, nach orthopädischen Operationen und bei Osteoporose.
Tipp: Jeden Montag und Dienstag 14.00 h / Erlebnisfahrt zu den Moorfeldern mit dem Motorbahnwagen. Rechtzeitig Fahrkarte in der Gästeinfo besorgen!