Das jüngste natürliche Heilvorkommen von Bad Tatzmannsdorf ist das Thermalwasser. 1988 stieß man in einer Tiefe von 896 m darauf. Schon durch das Moorvorkommen wurde Bad Tatzmannsdorf zum Rheumaheilbad. Das Thermalwasser bekräftigt diese Indikation.
Laut bakteriologischer Untersuchung ist das quellfrische Mineral-Thermalwasser für Heilbadzwecke und Trinkkuren einwandfrei verwendbar.
Jedes Wasser, das eine Gesamtmineralisation von mindestens 1000 mg/l aufweist, wird als Mineralwasser bezeichnet. Jedes Wasser, das an der Austrittstelle eine Temperatur von mind. 20° C aufweist, ist definitionsgemäß ein Thermalwasser. Da in der Analyse des BT Thermalwassers beide Werte weit überschritten werden, handelt es sich hierbei um ein Mineral-Thermalwasser. Nicht zu verwechseln mit dem kohlensäurehältigen Wasser Bad Tatzmannsdorf.
Thermal 1, welche 1988 erbohrt wurde, weist unter anderem folgende Heilanzeigen auf:
· Erkrankungen des Bewegungsapparates
· Nachbehandlung nach Verletzungen des Bewegungsapparates
· Förderung von Erholungsvorgängen bei chronischen Erschöpfungs- und Ermüdungserscheinungen
Das Thermalwasser im Einsatz
Verdünnt mit Leitungswasser kommt das Thermalwasser im Freizeitbereich zum Einsatz. Im Kurzentrum ist es bei der Durchführung von Heilgymnastik im Bewegungsbecken und für die Unterwassermassagen in Verwendung.
Eine spezielle Therapieform stellt in Bad Tatzmannsdorf die Extensionsebehandlung der Wirbelsäule im Thermalwasser-Extensionsbecken dar. Dabei erfolg eine sanfte aber effektive Streckung der Wirbelsäule durch den Zug eines Gewichtsgurtes. Die entspannende Wirkung des Thermalwassers auf die Muskulatur macht dies möglich.