Der Stadtplatz selbst wird dominiert vom "Alten Rathaus". Die bei der letzten Renovierung wieder aufgesetzten Glockentürme lassen viele Besucher glauben, daß es sich hierbei um eine kleine Kapelle handelt.
Das "Alte Rathaus" stammt aus dem 16. Jahrhundert und diente bis 1888 als Rathaus der Stadt Gmünd. Heute ist in den ehemaligen Amtsräumen im ersten Stock das Stadtmuseum untergebracht.
Auffallend am Stadtplatz sind die beiden aus dem 16. Jahrhundert stammenden "Sgraffito-Häuser", die durch die aufwendige Fassade (sgraffere = herauskratzen) und duch die Zinnen besonders auffallen. Der gesamte Stadtplatz ist heute eine denkmalgeschützte Zone.
Das älteste Gebäude der Stadt Gmünd ist sicherlich das Schloß. Das Aussehen wurde seit dem 12. Jahrhundert oftmals durch Um- und Zubauten verändert. Genauso wie die Ansicht, haben auch die Besitzer im Laufe der Geschichte immer wieder gewechselt. Im Jahre 1985 wurde das Schloß von der Habsburg-Lothringschen Gutsverwaltung an eine Wohnbaugenossenschaft verkauft, die aus den Räumlichkeiten Wohnungen bauten. Der angeschlossene Schlosspark, in dem viele botanische Raritäten zu bewundern sind, wurde von der Stadtgemeinde Gmünd angekauft.
Das Landschaftsbild des Naturparkes wird durch mächtige Granitblöcke, durch Birkenhaine, Rotföhren, Heidekraut und einen Teich bestimmt. Ähnliche Land- schaftsformen findet man erst wieder in Skandinavien. Der Naturpark ist ganzjährig frei zugänglich. Imposant sind vor allem die vielen Naturdenkmäler wie der Pilzstein, das Teufelsbett, der Teufelsbrotlaib, der Christophorusstein und viele weitere Steinformationen. Am spannendsten sind die bekannten Wackelsteine, wovon sich einer direkt beim Aussichtsturm befindet.
Die Besucher können aber nicht nur im Naturpark wandern und spazieren gehen, sondern auch den neuen Aussichtsturm besteigen oder in der Schutzhütte, die sich in unmittelbarer Nähe des Aussichtsturmes befindet, so manche Waldviertler
Spezialiät genießen.
Der Pilzstein ist einer der vielen Granitformationen, die als Naturdenkmäler besonderen Schutz genießen. Im Naturpark befinden sich auch viele Restbiotope, auf die ein eigens angelegter "Marienkäferweg" hinweist. Der Marienkäferweg führt durch eine bäuerliche Kulturlandschaft durch Felder und Wiesen, in der eingeschlossene Hecken und Bühel eine
harmonische Einheit bilden.
Auf romantischer Spur bewegt sich die "Waldvierler Schmalspurbahn" auf den Abschnitten Gmünd - Groß Gerungs (43 Kilometer) und Gmünd - Litschau (25 Kilometer). Mit einer Spurweite von 760 mm, verkehren von Mai - Oktober, Dampf- bzw. Dieselzüge mit einem Speise- und Buffetwagerl. Eine Fahrt über den so genannten "Waldviertler Semmering", durch die beiden Tunnels mit 80 m bzw. 250 m Länge sowie über 2 Viadukte und eine Höhendifferenz von ca. 300 m am Abschnitt Gmünd - Groß Gerungs machen die Fahrt zu einem unvergesslichem Erlebnis. Im Bereich Steinbach bis Bruderndorf (Haltestelle im Wald zum Wasseraufnehmen für die Dampflok) führt die Srecke größtenteils durch den Wald, vorbei an monumentalen Granitwänden und Granitblöcken und überquert hier die mitteleuropäische Wasserscheide.