In den neu adaptierten Räumlichkeiten haben die Besucher die Möglichkeit nach Herzenslust in Semmeringbahnliteratur zu schmökern, sich einen kurzen Videofilm über die Bahn anzusehen oder andere interessante Exponate des Weltkulturerbes zu besichtigen.
ÖFFNUNGSZEITEN
Mai bis Oktober
09.00 - 11.30 Uhr und
14.00 - 17.00 Uhr täglich geöffnet.
Das UNESCO - Welterbe - Komitee hat am 2. Dezember 1998 in Kyoto / Japan die Semmeringbahn als weltweit erste Bahnstrecke zum Welterbe erklärt. Nominiert wurde die Ghega Bahn bereits im Jahr 1995 mit der Begründung, dass die Semmeringbahn "eine herausragende technische Lösung eines großen physikalischen Problems in der Konstruktion früher Eisenbahnen repräsentiere". Weiters seien mit der Errichtung der Bahn "Gebiete von großer Naturschönheit viel leichter erreichbar und in weiterer Folge für Wohn- und Erholungszwecke entwickelt" worden, wobei "eine neue Form der Kulturlandschaft" entstanden sei.
Bereits 1841 hatte der damalige Staatsminister Karl Friedrich Kübeck den Auftrag zur Errichtung einer Bahnlinie nach Triest erteilt. 1842 existierten schon je eine Bahnlinie von Wien nach Gloggnitz sowie von Mürzzuschlag nach Bruck/Mur. Über den Semmering verkehrten aber nur Pferdewagen. Es wurde daher von den Staatsbahnen dem aus Venedig stammenden Bauingenieur Carlo di Ghega die Projektierung der Semmeringbahn übertragen, die von 1843 bis 1847 erfolgte. Unter seiner Leitung wurde die Bahn über den 895 m Seehöhe gelegenen, höchsten auf Schienen erreichbaren Punkt der Welt von 1848 bis 1854 in nur sechs Jahren gebaut.