Anmeldung erforderlich!
Voranmeldung in den TVB-Büros jeweils am Vortag bis 17.00 Uhr !
TVB-Ortsinfo Innervillgraten +43(050)212 340 oder +43(0)664/4133596
TVB-Hochpustertal /Sillian +43(050)212 300
Tourismusverein Gsieser Tal +39 0474/978436
Mindestanzahl der Personen damit der Wanderbus fährt sind 6 Personen.
Ab - und Rückfahrten:
vom GSIESERTAL ins VILLGRATENTAL
17:00 Uhr: ab St.Magdalena Gsiesertal (Talschlusshütte)
17.15 Uhr: ab St. Martin Gsiesertal (Tourismusbüro)
( nach Kalkstein oder Unterstalleralm)
vom VILLGRATENTAL ins GSIESERTAL
16.00 Uhr ab Kalkstein (Parkplatz Gasthaus Kalkstein)
16.15 Uhr ab Unterstalleralm (Jausenstation)
(nach St.Magdalena Gsies, Talschlusshütte)
Unkostenbeitrag: Erwachsene € 8,--
Kinder bis 14 Jahre GRATIS !
Das Buch, NATUR und KULTUR „ÜBER DIE JÖCHER“ Gsies und Villgraten von Anton Draxl mit 480 Seiten und über 500 zum Teil doppelseitigen schwarzweiss und Farbbildern aus damaliger und heutiger Zeit mit einem Orts - und Flurnamenverzeichnis. SOMMERPREIS: statt € 36.-- nur € 25.-- sowie eine Sommer- und Winter Panorama-Wanderkarte von € 4.-- ist in den Tourismusbüros erhältlich.
“Die Wege über die Jöcher“
Auf alten Pfaden vom
Villgratental ins Gsieser Tal
Zwischen dem Villgratental und dem Gsiesertal bilden die Defregger Alpen eine mächtige Grenze.
Im Villgratental hieß dieses Gebirge immer „Villgrater Berge“, und die Einheimischen überschritten ihre Berge, um mit den Gsiesern intensiven Handel zu betreiben. Als „Joch“ oder „Lenke“ bezeichnen die Villgrater und Gsieser einen Übergang oder ein Törl. Über die „Jöcher“ führen daher auch die drei neuen, grenzüberschreitenden Wanderpfade, die die alten Verbindungen zwischen Villgratental und Gsiesertal wieder auffrischen.
Jeder der drei Wanderpfade ist einem speziellen Thema gewidmet und informieren den Wanderer mit jeweils fünf Schautafeln über „Tradition und Brauchtum“, Bewirtschaftung einst und heute“ und das „Schmugglerwesen“ zwischen den beiden Tälern.
Tradition und Brauchtumssteig:
Der Brauchtumssteig (Gehzeit 4-5 Stunden) führt von Kalkstein über die Alfenalm Richtung Toblacher Pfannhorn zur Gruiber Lenke und von dort über das Verselltal nach St. Martin im Gsies. Auf dieser Route erfährt der Wanderer, was das Gsieser Traxlwerk (Holz drechseln) ist, wie Butter und Käse traditionell hergestellt werden, wie ein Kirchtag gefeiert wird und welche Heilkräuter in den Villgrater Bergen zu finden sind. Geklärt wird auch, warum in den Villgrater Bergen so viele Kreuze auf Kuppen und Geländekanten stehen. Es sind Schutzkreuze, die Unwetter und Blitze abwehren sollen.
Bewirtschaftung einst und Heute:
Dieser Pfad oder Steig, wie die Villgrater und Gsieser sagen, führt von der Unterstalleralm über den Schwarzsee, den höchsten Bergsee Österreichs, zur Gsieser Lenke. Von dort geht’s bergab durch das Pfoital nach St. Magdalena (Gehzeit ca. 6 Stunden). Auf diesem Pfad kann man sich aber nicht nur anhand der Schautafeln über Almwirtschaft, Bergmahd, Viehhaltung und das Leben der Sennerinnen und Hirten informieren.
Schmugglersteig:
Die Schmuggler war nur eine kurze Periode in der Geschichte der beiden Talschaften. Grenzen, über die geschmuggelt wurde, gab es nur in zwei Zeitabschnitten, von 1810 bis 1814 und nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Südtirol zu Italien, und zwischen dem Gsies und dem Villgratental entstand eine Staatsgrenze. Vom Villgraten ins Gsies wurde vor allem Vieh geschmuggelt, weil dort bessere Preise erzielt werden konnten. Speziell nach den beiden Weltkriegen wurden Lebensmittel, Tabak und Zigaretten geschmuggelt und auf diesem Wege getauscht. Der ehemalige und jetzt wieder in Stand gesetzte Schmugglersteig führt von Kalkstein über die Roßtalalm zum Kalksteiner Jöchl und von dort weiter durch das Tscharniettal nach St. Magdalena (Gehzeit 4-5 Stunden).