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RETZ - Weinstadt und Grenzstadt


 Retz ist eine von den Städten, in die kommt man nie zum erstenmal. Durchwandert man ihre unbekannten Gassen, so ist doch überall ein Grüßen wie von Erinnerungen. Ihr Antlitz kennt man von einer Schwesternstadt oder von einem Bild, einem Buch, einem Traum - einem Film?


 Retz zählt zu den ältesten Städten im nördlichen Niederösterreich. Ende des 13. Jh. von Graf Berchtold von Rabenswalde nach seinen Vorstellungen gegründet.

1483 wurde Retz erstmals zur landesfürstlichen Stadt.

Auch der Weinbau hat hier eine lange Tradition.



 Durch ein mittelalterliches Patent war es den Retzern gestattet mit Wein zu handeln. Und die prächtigen Bürgerhäuser beweisen den einstigen Wohlstand.



Doch die Patente wurden aufgehoben und der Reichtum ging zurück. Da die Mittel fehlten, neu zu bauen, blieb das schöne alte Stadtbild ziemlich unverändert.



Weinlesefest in Retz Auch heute noch prägen die religiöse und weltliche Feste den Ablauf des Jahres. Fronleichnam und Erntedank, Weintage und Weinlesefest sind wichtige Ereignisse im Kleinstadtleben.


 Der Retzer Erlebniskeller



In Retz sind unter der Erde die Wege länger als anderswo im Lande über Tag. Einfahren konnten sie einst mit Roß und Wagen, so breit und mächtig sind die Schächte hier.



 Retz besteht ja eigentlich aus drei "Bezirken".

Der "Stadt Retz", der "Altststadt Retz" (bis 1941 gab es einen eigenen Bürgermeister) und der Wieden.



Der Anger und die Straßenzeilen in der Altstadt bilden heuer den stimmungsvollen Rahmen für das Kürbisfest.



 Das Aussehen der Dörfer rundum läßt, soweit die alte Bausubstanz noch erhalten ist, trotz einer Vielfalt der Details eine gewisse Einheitlichkeit in der Grundkonzeption erkennen.


 Wo immer es möglich war, wurden Geländestufen oder Hohlwege zur Anlage der Kellertriften benutzt.



Die meisten Gäste nehmen die Kellergassen, wie sie sind, und freuen sich daran, und wollen ein wenig mitleben, im langsamen, gemessenen Rhythmus einer Welt, die so vielen fremd geworden ist.



 Mensch, Landschaft und Kultur bilden eine untrennbare Einheit, die zwar dem Ablauf der Zeit unterliegt, jedem Teil aber eine eigene unverzichtbare, ja unschätzbare Eigenart zukommen läßt.


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