Der österreichische Abschnitt des Jakobsweges führt auch durch Artstetten – vorbei an der Pfarrkirche Artstetten, welche dem Pfarrpatron Jakobus d. Älteren geweiht ist, und zum Schloss Artstetten gehört.
Ursprünglich war die Kirche eine Schlosskapelle, bis im 14. Jh. Artstetten einen Pfarrähnlichen Status bekam. 1718 wird Artstetten eine eigene Pfarre. Drei Großbrände (1730, 1760 und 1791) richteten an Kirche, Schloss und vielen Häusern erheblichen Schaden an.
Die heutige Einrichtung ist nicht ursprünglich, sie wurde von Erzherzog Franz Ferdinand zusammengetragen.
Der Hochaltar stammt aus der Katharinenkirche in Kitzbühel/Tirol (1659). Das Hochaltarbild zeigt in der Mitte die hl. Katharina – an ihrer Seite die hl. Helena und den hl. Erasmus.
Der hl. Apostel und Märtyrer Jakobus d. Ä. erscheint auf einem Schimmel reitend den Spaniern in der Maurenschlacht.
Die Seitenaltäre stammen aus bayrischen Kirchen.
Die Pfarre Arstetten wird seit dem Jahre 1907 von der Kongregation der Oblaten des Heiligen Franz von Sales (OSFS) seelsorglich betreut.
Unter der Kirche befindet sich die Familiengruft der Hohenberg. (Gruftbesichtigungen sind während der Museumsöffnungszeiten möglich)
Ausgangspunkt des Österreichischen Teilstücks ist die Hainburger Pforte, von dort entlang der Donau bis Linz über Innsbruck bis nach Feldkirch. Nach dem Teilstück zwischen den berühmten Stiften Göttweig und Melk, wird nun der Abschnitt im Südlichen Waldviertel (Melk - Persenbeug) neu markiert.
Der Jakobsweg im Südlichen Waldviertel verläuft ab dem Stift Melk über die Donaubrücke nach Emmersdorf, folgt dort dem Treppelweg nach Urfahr und zweigt dann hinauf nach Leiben. Von Leiben gehts auf dem klassischen Pilgerweg über Artstetten in den Wallfahrtsort Maria Taferl. Ab Maria Taferl den Bussweg hinunter zur Donau nach Marbach und von da den Radweg über Gottsdorf nach Persenbeug.
Der Abschnitt im Südlichen Waldviertel wird, wie das Teilstück Göttweig - Melk, mit gelben Tafeln markiert. In den Orten finden Sie 3zeilige Tafeln mit der Entfernung zum nächsten Ort. Als Zwischenmarkierung wird die gelbe Jakobsmuschel aufgesprüht.