Ein Rundgang durch die Stadt ... ... durch das in Österreich einmalige Römertor ("porta dextra") betritt der Besucher Traismauer. In seiner jetzigen Form aus dem 3./4. Jh. n. Ch., hielt es allen kriegerischen Bedrohungen stand und verweist auf der stadteinwärts gelegenen Seite auf das Nibelungenlied und dessen Bedeutung für die Stadt. Der ehemalige Verteidigungsgraben der Römer, dann wassergefüllter Wehrgraben und jetzigen "Grabengartln" ist heute neben dem Römertor eine gepflegte Parkanlage. Im Rahmen der Stadterneuerung behutsam saniert, nun gewidmet den Traismaurern, Gästen und Besuchern.
Beispiel für ein Traismaurer Bürgerhaus ... ... Kern aus dem 16. Jh., Fassade Biedermeier. Die Gedenktafel erinnert an den Südtiroler Volksliedforscher Franz Friedrich Kohl, der mit der ehem. Besitzerfamilie Wolfram verwandt war und bei einem seiner Aufenthalte verstarb. Durch fast drei Jahrhunderte war das Haus auch als Doktorhaus bekannt - Bader, Wundärzte und Chirurgen scheinen als Besitzer auf.
Unter der Stadtpfarrkirche St. Rupert ... ... haben Ausgrabungen konkrete Hinweise auf eine fast zweitausendjährige Geschichte erbracht. Auf den Spuren des ersten römischen Lagers und dessen Nachfolgebauten entstand der erste Sakralbau, wahrscheinlich schon Ende des 8. Jh. Eine historische Sensation stellt die freigelegte karolingische Bestattung dar.
Ein mächtiges historisches Erbe ... ... ist das Schloss auf dem Hauptplatz. Eine kontinuierliche Baugeschichte von der Römerzeit über Gotik, Renaissance und Barock ist im Arkadenhof und in den Räumen, die heute als N.Ö. Landesmuseum für Frühgeschichte gewidmet sind, nachvollziehbar und klar zu erkennen. Während der warmen Jahreszeit von April bis Oktober finden im Schloss Traismauer - je nach Witterung und Eignung - im stimmungsvollen Hof oder im Veranstaltungssaal- der "Traismaurer Kultursommer" vom Liederabend oder Kammerkonzert bis zum Opern- und Operettenabend statt.
Eine Schatzkammer der besonderen Art ... ... birgt das unterirdische Gewölbe des Schlosses: in der Vinothek bieten die Winzer der "Regio Tragisana" ihre Produkte auf der "NÖ Weinstraße/ Region Traisental" an.
Vom Tischwein über preisgekrönte Spezialitäten bis hin zum edlen Obstbrand reicht die Auswahl. Eine im wahrsten Sinn kostbare Geschichte - reicht doch die Weinkultur im Unteren Traisental nachweislich bis in die Keltenzeit zurück.
Ein eindrucksvolles Baudenkmal ... ... aus römischen Tagen ist der "Hunger- oder Reckturm" , eine hufeisenförmige Befestigung des Reiterkastells Augustianis und ist im Wesentlichen seit 1700 Jahren erhalten. Im Turm zeigt das Heimat- oder Stadtmuseum lokale Geschichte vom Mammutzahn bis zum "Traismaurer Krippenspiel" (um 1810). Der besonders idyllischer Platz vor dem "Schlosserhaus" und dem "Hungerturm" ist der "Florianiplatz" mit einer barocken Statue des Feuerwehrheiligen. Für den Fotografen ein schönes und nostalgisches Ensemble, hat sich doch seit 1779 hier nichts Wesentliches verändert.
Der 1999 im Rahmen der NÖ Stadterneuerung ... ... in Zusammenarbeit mit der slowakischen Stadt Nitra errichtete Pribina Brunnen erinnert an ein Ereignis um 1830: in der damaligen Martinskirche von "Traisma" wurde der aus dem Großmährischen Reich geflüchtete Slawenfürst Pribina vom Salzburger Erzbischof getauft. Damit wird auch der Nachweis für mindestens 170 Jahre kirchliche Handlungen in Traismauer geführt, was einzigartig in der weitesten Umgebung ist.
Eine beschauliche Art, Kultur und Natur ... ... in Traismauer zu erleben ist eine Fahrt mit der Pferdekutsche, hier zur Rast vor einem der ältesten Gasthöfe der Stadt, dem "Schwan" in der Wiener Straße. Im Arkadenhof mit Renaissance-Fresken verbindet man kulinarische Genüsse und Kultererlebnis auf angenehmste Weise.
Den Wein unmittelbar dort genießen ... ... wo er wächst und wo er lagert: das ist in den malerischen Kellergassen in den Ortsteilen Wagram oder am Eichberg aber auch in der Stadt selbst möglich. Über 50 Heurige bieten das ganze Jahr hindurch heimische Sorten ("Traismauer, die Insel des Grünen Veltliner") und bodenständige "Jaus´n" in urgemütlichen Lokalen und natürlich auch im Freien an.
Ein besonderes Urzeiterlebnis ... ... bietet seit 1989 der "Saurierpark" mit den Nachbildungen dieser gigantischen Echsen in den Donau - Traisen - Auen. Ist doch der Eindruck naturgetreuer Saurier im Maßstab 1:1 ein sehr unmittelbarer und nachhaltiger - nicht nur für Kids! Die weitestgehend unberührte Natur im Sommerparadies der Badeseen (entstanden im Zuge des Donaukraftwerkbaus Altenwörth) ist ebenfalls ein Ausflugsziel erster Adresse.
.....die liebenswerte Römer- und Nibelungenstadt lädt Sie ein!