Die erste urkundliche Erwähnung von Orth an der Donau findet sich im Jahr 865.
Archäologische Funde beweisen jedoch, daß es bereits in der Steinzeit besiedelt war.
Die größte Bedeutung erlangte Orth im Mittelalter, an der Schwelle zur Neuzeit. Noch heute zeugen die vier mächtigen Türme des wehrhaften Wasserschlosses von dieser einstigen Bedeutung.
Orth liegt am südlichen, von der Donau gebildeten Rand des Marchfeldes, der "Kornkammer von Wien", die im Osten vom Karpatenbogen, im Norden von den Hügeln des Weinviertels und im Westen vom Bisamberg eingegrenzt wird.
Obwohl die Marktgemeinde in der Nähe der Metropole Wien liegt, hat sich rund um Orth der urwüchsige, herb-schöne unberührte Reiz der Aulandschaft bis heute erhalten.
Sehenswert
Mehrere historische Baudenkmäler prägen das Bild unserer Marktgemeinde.
Die ursprünglich gotische Pfarrkirche erhielt ihr heutiges Aussehen im Barock. Auch die beachtenswerte Mariensäule im Zentrum stammt aus dieser Zeit. Sie wurde 1711 errichtet. Ein wenig älter ist der Pranger, das Symbol der einstigen eigenständigen Gerichtsbarkeit. Er befindet sich in einer Grünfläche gegenüber dem Pfarrhof.
Am dominantesten jedoch ist das Orther Schloß, eine mittelalterliche Wasserburg, die in ihrer Bauweise Ähnlichkeiten mit dem ältesten Teil der Wiener Hofburg, dem Schweizertrakt, aufweist.
Das Orther Schloß beherbergt vier Museen.
Im Donaumuseum können Sie viel Wissenswertes über unseren großen Strom erfahren.
"Fischerei in aller Welt" ist das Motto des Österreichisch Fischereimuseums.
Gleichfalls im Schloß befindet sich das Österreichische Bienenzuchtmuseum und das Orther Heimatmuseum. Beide beherbergen ebenfalls hochinteressante Exponate.
Im Schloßgarten finden Sie ein Naturdenkmal - die 180 Jahre alte Platane.