Fachleute sind sich einig, dass der Hanfanbau mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten in Österreich Zukunftschancen hat.
Die Fasern werden für Textilien, Dämmstoffe, Papier, faserverstärkte Kunststoffe und Baumaterialien eingesetzt, die Schäben werden als Tiereinstreu und Brennmaterial verwendet und die Samen liefern Öl für Nahrungsmittel und die Technik.
Gebiete, die wegen ungünstigen Produktionsbedingungen für Getreide ungeeignet sind, sind für den Hanfanbau hochinteressant.
Von den jährlich ca. 3 Mio m³ verarbeiteten Dämmstoffe werden nur ca. 10. 000 m³ aus Hanffasern hergestellt obwohl der Hanf schon während der Reifezeit mehr CO² bildet als während der Produktion ausgestoßen wird, er gegen Ungeziefer resistent ist und auch unproblematisch zu entsorgen ist.
In der Autoindustrie weisen naturfaserverstärkte Bauteile viele Vorteilen auf:
- durch ihr Leichtigkeit -> geringerer Treibstoffverbrauch
- deutlich weniger Energiebedarf für die Produkion
- können recycelt werden
- besseres Crashverhalten, da sie nicht splittern
Da Altfahrzeuge bis 2015 zu 95% wiederverwertbar sein müssen, wird es zu einem vermehrten Einsatz von Naturfasern im Automobilbau kommen.
Es ist bald mit der Produktionsreife neuer Verfahren zu Herstellung naturfaserverstärkter Kunststoffe zu rechnen.
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Für die unterschiedlichen Anwendungen des Hanfes wird höheres Wissen in der Landwirtschaft und der Weiterverarbeitung benötigt, aufgrund der vielen Vorteile darf man jedoch diesen Bereich nicht aufgeben!