Die Ysperklamm ist DAS Naturerlebnis im Südlichen Waldviertel. Wasser, Holz und Granit vereinen sich hier zu einem tosenden Naturschauspiel! Auf ihrem etwa 2 Kilometer langen Weg ins Tal überwindet die Ysper, die im Weinsbergerwald entspringt, rund 300 Höhenmeter. Über hohe Felsen und durch enge Schluchten rauscht das Wasser. Im oberen Bereich erwarten den Wanderer beeindruckende Wasserfälle. Auf gut gesicherten Stegen und Brücken ist man hautnah dabei.
Blöcke und Platten aus Weinsberger Granit, die vom Hohen Waldviertel in einer Klamm herabstürzende Ysper, geheimnisvolle Druidenplätze bei Opfer- und Schalensteinen, aber auch ein herrlicher Ausblick in das Yspertal und zum Ostrong geben dieser Wanderung das Prädikat „besonders wertvoll“. Begeben Sie sich auf die Spuren der Druiden, die eine Art kultische und geistige Elite in der keltischen Gesellschaft waren. Wenn Miraculix, der Bereiter des Zaubertrankes von Asterix, seine Mistel mit der goldenen Sichel schnitt, so hat das einen echten historischen Hintergrund. Lassen Sie die diversen Kultplätze auf sich wirken und gedenken Sie der Druiden.
Die Klamm wird von der Großen Ysper gebildet, die im Weinsberger Wald entspringt und früher den ehemaligen „Ödteich“ durchfloss. Sie hat eine Länge von 1200m und überwindet auf dieser Länge eine Höhe von 300m in Kaskaden, die besonders nach Regenfällen interessant sind.
Der Aufstieg in die Ysperklamm beginnt beim "Forellenhof" (hier befindet sich auch der Parkplatz) auf 516 m Seehöhe. In früheren Zeiten wurde durch die Ysperklamm hinunter vom Weinsbergerwald bis zur Einmündung in die Donau Holz geschwemmt. In der Mitte der Klamm bei der roten Reithbrücke haben Sie die Möglichkeit die Wanderung abzukürzen und wieder gemütlich ins Tal zurückzumarschieren.
Nach dem Aufstieg in die Klamm können Sie am parallel führenden Waldweg den Abstieg zum Forellenhof nehmen oder die Wandertour am Druidenweg fortsetzen. Sie gelangen zum „Druidentreffpunkt am Kaltenberg“ (auf ca. 922m Seehöhe)
Der Druidentreff ist gekennzeichnet durch einen zentralen Stein, um den herum in mehreren Kreisen ebenfalls Steine angeordnet sind, welche besondere Orte markieren.
Des weiteren sehen Sie auch noch einen sehr beeindruckenden Schalenstein auf einem Felsmassiv, dessen Schale immer mit Wasser gefüllt ist.
Wenige Meter nach dem Schalenstein erreichen Sie die so genannte Wohnhöhle (aus der Jungsteinzeit?).
Nebenbei genießen Sie einen herrlichen Ausblick übers Yspertal und weiter ins Alpenvorland.
Der Abstieg erfolgt über Siebendürfting und Gmaining ins Tal und auf der Landstraße zurück zum Forellenhof.
Distanz: 4km oder 9km
Gehzeit: 1,5 Stunden oder 4 Stunden, Wanderschuhe, Trittsicherheit und etwas Ausdauer erforderlich.
Wir bedanken uns bei Schauer Alois für die schönen Ysperklamm-Winterbilder.