Mit Erklärungen von Fachleuten und Einheimischen zur Geschichte des Meierhofs in Zilleck, Entstehung der Rotte, Geschichte der Glashütte, soweit bekannt und kleine Probegrabung (Glasschlacken)
Die Wanderung führt zum Dürnberg-Teich, ca. 1 Stunde, dort eventuell Grabung bei ehemaliger Ansiedlung. Imbiss und Getränke Service.
Je nach Zeit, auf dem alten "Glaserstrasse" (Glosterstrasse9, über den Prinzberg nach Saggraben (3/4 Stunde) oder direkt von Dürnberg Transfer mit PKW zurück nach Zilleck.
Termin: 10. Oktober, 13:30 Uhr
Treffpunkt: Zilleck - Gemeinde Bärnkopf
Kosten: € 15,- (zahlbar bei Treffpunkt)
Anmeldung: Tourismusbüro Gemeinde Bärnkopf, (T) 02874/84041
Leitung und veranstalter: Wanderführer - TV Bärnkopf
Geschichtliche Beratung: Frau Mag. Hofer Cermak und Förster Helmut Reitter
Bei dieser Wanderung erfahren Sie mehr über die Entstehung der Glasindustrie im Waldviertel.
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Die Holzbestände sowie die Quarzvorkommen waren die Grundlage für die Glasgewinnung im Weinsbergerwald.
Dass das Waldviertel immer schon stark bewaldet war, darüber lässt ja schon der Name der Region keine Zweifel mehr aufkommen, aber auch Quarzvorkommen durchziehen das Waldviertel in breiten Bändern.
Dabei diente das Holz nur zu einem sehr geringen Prozentsatz als Brennstoff zum Schmelzen der Glasmasse. Der bei weitem größte Holzvorrat wurde zur Gewinnung von Pottasche als Glasbestandteil herangezogen. Dadurch konnte eine Glashütte auch nicht länger als 50 bis 60 Jahre in Betrieb sein, denn dann mussten neue Waldbestände aufgesucht werden und die Glasbläser mit ihren Familien zogen weiter. Die ersten Glashütten entstanden im Waldviertel ab dem 14. Jahrhundert, sesshaft wurden Glasmacher aber erst um 1700.
Auch wenn sich ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bei der Glasherstellung die maschinelle Produktion weitgehend durchsetzte, erfreut sich die kreative Gestaltung in Glas nach wie vor hoher Beliebtheit. Im Waldviertel wird die Tradition der Glaserzeugung und Glasbearbeitung von engagierten Betrieben einerseits und von Museumsbetreibern andererseits aufrechterhalten. Mit der Gründung des Vereins „Glaskunst Waldviertel“ präsentieren sich die Betriebe und Museen inzwischen gemeinsam unter dem Begriff „Glasregion Waldviertel“.