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Holzstiege Teil I

1344 v. Chr. Eine archäologische Sensation

WissenschaflterInnen der Universität für Bodenkultur Wien haben die älteste Holzstiege Europas mit der Methode der Dendrochronologie datiert.

Stierschale - Museum Kulturerbe Hallstatt - Hallstatt Oberoesterreich
Das Datum - 1344 v. Chr. - ist eine wissenschaftliche Sensation. Denn mit 3349 Jahren ist dieser einzigartige Fund wesentlich älter als zunächst angenommen. Entdeckt wurde die perfekt erhaltene Stiege durch ArchäologInnen des Naturhistorischen Museums Wien im Salzbergwerk von Hallstatt/Oberösterreich. Der Fundort liegt inmitten eines Salzabbaurevieres der Bronzezeit. Für die WissenschaftlerInnen stand von Beginn an fest, dass von einem hohen Alter auszugehen ist. Jedoch übertrifft die Datierung auf das Jahr 1344 v. Chr. die Erwartungen um mehr als 200 Jahre.
Die Stiege aus dem Salzbergwerk ist der älteste europäische Beleg für gezimmerte Holztreppen. Der Leiter der archäologischen Ausgrabungen im Hallstätter Salzberg, Hans Reschreiter, ist begeistert: "Die Stiege macht nach der Freilegung einen derart unversehrten Eindruck, als seien erst gestern das letzte Mal Bergleute darüber gegangen. Wir haben bisher bereits über sechs Meter der Stiege freigelegt. Wie lange sie letztlich ist, kann heute noch nicht gesagt werden."


DIE STIEGE

Entdeckt wurde die Stiege im Christian von Tusch-Werk.

Bei der Fundstelle handelt es sich um das untere Ende eines verstürzten Schachtes aus dem 14. Jh. v. Chr. Von diesem Schacht aus folgten die bronzezeitlichen Bergleute dem Steinsalz in horizontaler Richtung. Der Bau der Stiege erfolgte in einer großen Halle (deren Dimension noch nicht abgeschätzt werden kann) auf einer mächtigen Abraumschicht. Es scheint als wäre diese vor Beginn der Bauarbeiten planiert worden, um einen geeigneten Untergrund für die folgenden Arbeitsschritte zu haben.
Die Fahrt, wie eine Stiege im Bergbau genannt wird, besteht aus zwei Stämmen mit 20-35 cm Durchmesser, die Wangen, die im Abstand von 1,20 m parallel zueinander gelegt wurden. In die 6 cm breite und 8 cm tiefe Längsnut dieser beiden Seitenteile wurden dann abwechselnd Auftritte und Distanzhölzer geschoben. Sowohl die Auftritte als auch die Distanzbretter sind tangential von Stämmen mit ca. 16-25 cm Durchmesser gespaltene Schwartlinge. Waren die Distanzbretter zu dick, um in die Nut zu passen, wurden sie auf der Waldkantenseite zugehackt. Die Auftritte sind mit einem viereckigen Zapfen in der Nut befestigt. Damit die beiden Wangen nicht auseinander rutschen sind sie mit einem "Schloss" und eingeschlagenen Pfählen gesichert. Alle bisher untersuchten Teile der Fahrt sind aus Fichten, Tannen und wenigen Rotbuchen gefertigt.

Die Auftrittsbreite der Stiege ist mit über 1 m viel größer als man heute von sog. Schurfstiegen kennt. Das ist damit zu erklären, dass von mehreren Personen gleichzeitig im "Gegenverkehrsbetrieb" gefördert wurde, oder dass sehr schwere Lasten (Rüstholz, Salzplatten) zu transportieren waren, die nur von mehreren nebeneinander gehenden Personen getragen werden konnten.
Über die Länge der Stiege kann vorerst noch nichts gesagt werden. Sie "steckt" sowohl oben als auch unten noch fest im Berg. Wenn die Theorie stimmt, dass sie zum Schacht führt, müssen wir nach oben noch mit einer Länge von etwas mehr als 10 m rechnen. Nach unten können zurzeit nur Vermutungen angestellt werden. In der Verlängerung der Stiege nach unten existieren vom modernen Bergbau auf den nächsten 80 m keine Betriebsanlagen und daher auch keine archäologischen Aufschlüsse, die Hinweise liefern könnten. Da die Konstruktion der Fahrt sowohl zeit- als auch materialintensiv ist, gehen wir davon aus, dass dieser Aufwand wahrscheinlich nicht betrieben wurde, um einen nur 15 m vom Schacht befindlichen Abbau mit diesem zu verbinden. Vielmehr denken wir eher an eine dutzende von Metern lange Hauptverbindungsstrecke mit einem ausgedehnten, etwas tiefer liegenden Abbau.

LESEN SIE WEITER DIE ÄLTESTE HOLZSTIEGE EUROPAS TEIL II
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