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Geschichte

geschichtliche Details

Die Montafoner gelten als selbstbewusst, kleinwüchsig und eigenwillig. Das kommt von ihrer Geschichte.

Im Hochmittelalter erfolgte die Ausweitung der Alp- und Maisäßwirtschaft in der Innerfratte.

Um und nach 1300 erfolgte die Einwanderung der germanischen Walser aus dem schweizerischen Kanton Wallis. Der 1304 "Sant Galli in vallile" genannte Ort gehörte ursprünglich zur Pfarrei Bludenz. Spätestens 1483 wurde eine selbständige Pfarrei zum hl. Gallus eingerichtet. In Gortipohl (rätoromanisch: Cort de Paolo, curtapal, Gurtapal = Hof des Paul) entstand 1499 eine Filialkirche. In früheren Jahrhunderten war St. Gallenkirch zeitweilig bevölkerungsstärkste Gemeinde im Gebiet des Bezirkes Bludenz . Bis zur Mitte des 19. Jhdts. stieg die Einwohnerzahl weiter an, wodurch sich die bergbäuerlichen Existenzprobleme verschärften und eine vermehrte Abwanderung unvermeidlich wurde.

Die Umgestaltung von St. Gallenkirch-Dorf und Gortipohl unter dem Einfluß des Fremdenverkehrs erfolgte hauptsächlich seit den 50er Jahren.

1969 Beginn mit Erschließung des Schigebietes Garfrescha durch eine Doppelsesselbahn und mehrere Schlepplifte; seit 1972 mit dem Versettla-Gebiet zum attraktiven Schigebiet "Silvretta Nova" verbunden. Mit der Eröffnung der "Valiserabahn", der damals größten Kabinenumlaufbahn der Welt, erreichte St. Gallenkirch 1981 die höchste Seilbahnenkapazität unter den Gemeinden Vorarlbergs.

die Eigenheiten ...

der Dialekt: der noch gesprochen wird, ist die eigentliche Muttersprache. Das Schriftdeutsch wird erst in der Schule erlernt. Auffallend ist der Gebrauch des Selbstlautes "E". Bekannt ist der Spruch "Hot dr etscha etschmard etschas z`lääd to" - "Hat dir jemand etwas zuleide getan".

Montafoner Tracht: Sie zählt zu den schönsten und elegantesten Trachten. Die Juppa, die Schoß, die bestickten Schoßbänder und das bestickte Brusttuch. Ebenfalls gibt es verschiedenen Kopfbedeckungen: Pelzkappe aus Fischotterpelz, ein Mässili, der Hut oder das Schäppel (Krönele) genannt.

das Brauchtum: 1 Jänner: ziehen Kinder von Haus zu Haus um den Hausbewohnern "A guats neus Johr" zu wünschen; Funkasonntig (Sonntag nach Aschermittwoch): wird er Funka verbrannt. Er soll die Fasnat & den Winter austreiben.
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