Nach dem Zwölf – Uhr – Läuten beginnt der große Fasnachtsumzug beim Oberdorfbrunnen – Roller und Scheller, Ordnungsmasken - Sackner, Spritzer und Kübelemaien, sowie Hexen, Bären und Laberasänger bewegen sich in einem großen Kreis durch das Dorf. Zu diesem farbenprächtigen Treiben gehören auch vier Festwägen.
Die Hauptmasken der Wenner Fasnacht sind der mädchenhafte Roller und der grimmige Scheller. Der leichfüßige Roller, der den Frühling darstellt, bildet den Widerpart zum schwerfälligen Scheller, der den scheidenden Winter symbolisiert. Das Kreisspringen der beiden Masken, die immer paarweise unterwegs sind, wird vom feinen Klang der Rollen und dem schweren Geläut der Schellen begleitet.
Eine besondere Ehre für den Zuschauer ist es, wenn er von einem Paar „eingeführt“ wird. Nach einem Kreisspringen wird die Person vom Scheller eingehakt und zu einem Stand geführt. Wird man „eingeführt“, so bedeutet dies neben der Ehre, Fruchtbarkeit und Glück.
So bewegt sich die Wenner Fasnacht bis 17.30 Uhr durch das Dorf. Spätestens beim Betläuten müssen die „Loarven“ (=holzgeschnitzte Masken) abgenommen werden.
Am Tag nach der Fasnacht, ziehen alle Teilnehmer noch einmal durch das Dorf. Kostümiert, aber ohne Masken – eine etwas ungezügelte Fortsetzung des noblen Treibens v. Vortag. „WILDE FASNACHT“
... eine Brauchtumsveranstaltung, die alle vier Jahre durchgeführt wird.