Der österreichische Komponist Franz Peter Schubert steht am Übergang von der Klassik zur Romantik. Seine Werke gehören zu den bedeutendsten Stücken dieser Epoche. Schubert gilt als großer Meister des Kunstliedes. Er war einer der produktivsten Komponisten. Sein Liederzyklus "Die Winterreise" stellte den Gipfel der Liedgattung im 19. Jahrhundert dar. Neben den zahlreichen Liedern und Bühnenwerken arbeitete er zeit seines Lebens an Orchesterwerken. Einen weiteren Schwerpunkt seines Schaffens bildete die Chor- und Kirchenmusik.
Ihm den gebührenden Platz neben Mozart und Beethoven einzuräumen, war die Idee der ersten Schubertiade, die 1976 von Hermann Prey in Hohenems gegründet wurde. Schnell entwickelte sich das unscheinbare Städtchen zu einem der renommiertesten Festspielorte und wurde zum alljährlichen Treffpunkt für ein internationales Publikum, welches das außergewöhnliche Kulturerlebnis sucht: die Begegnung mit hervorragenden Künstlern in einem überschaubaren Rahmen. Und das anstelle eines beliebig austauschbaren Allerwelts-Festivalprogrammes klare Definitionen vorfindet: das kompromißlose Bekenntnis zu Franz Schubert.
Heute ist die Schubertiade mit jährlich um die 90 Veranstaltungen und knapp 45.000 Besuchern das bedeutendste und renommierteste Schubert-Festival weltweit.
Jeweils von Oktober bis Mai findet die Reihe mit klassischen Konzerten mit internationalen Stars im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems statt.
Nach einer Pause von 15 Jahren veranstaltet die Schubertiade seit Herbst 2005 zusätzlich zu den gewohnten Terminen in Schwarzenberg wieder Konzerte in Hohenems, ihrem Ursprungsort. Schauplatz ist der am Schloßplatz gelegene und unter Denkmalschutz stehende Markus-Sittikus-Saal. Das 1913 nach Plänen des Architekten Hanns Kornberger errichtete Gebäude diente über neun Jahrzehnte als Turnhalle wie auch als Veranstaltungssaal. 2005 wurde der Mehrzwecksaal von der Schubertiade langfristig angemietet, grundlegend renoviert und für einen Konzertbetrieb mit optimaler Raumakustik optimiert. Auch die Außenrenovierung des Markus-Sittikus-Saales sowie die Umgestaltung des Vorplatzes konnten mittlerweile fertiggestellt werden. Die neue Parkanlage neben und hinter dem Saal bietet die Möglichkeit für Pausenspaziergänge. Der Saal, der 300 Personen Platz bietet, hat seither bereits 70 Konzerte erlebt, die von Klassik-Freunden aus aller Welt besucht wurden. Aber auch die Künstler zeigen sich beeindruckt, so etwa Heinrich Schiff, der sich im Programmbuch der von ihm geleiteten Musiktage Mondsee wie folgt äußerte „… wie die Musikwelt in Staunen geriet, als kürzlich in Hohenems eine Traumadresse für Kammermusik und für Sänger geschaffen wurde“.