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Oberwallis

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Irgendeinmal hatte es der Teufel satt, dass die Gommer und vor allem die Münstiger soviele Kirchen, Kapellen und Gebetsstöcke bauten.

Die ganze Landschaft werde auf diese Weise regelrecht zu einer "Sakrallandschaft" umfunktioniert, fürchtete er. Das ging ihm entschieden zu weit. Seiner Meinung nach wurde auch viel zu viel gebetet, und er machte sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz. Dem wollte er entgegenwirken. Darum beschloss er eines Tages, ein Exempel zu statuieren und das Dorf Münster zu zerstören.

Um seiner Sache ganz sicher zu sein, bat er seine Grossmutter, ihm dabei zu helfen. Er liess im ein fürchterliches Gewitter niedergehen. Durch das Hochwasser löste sich unterhalb des Gletschers eine riesige Steinlawine, die sich wütend auf das Dorf zu bewegte. Zuvorderst schob der Teufel selber einen gewaltigen Stein vor sich her. Seine Grossmutter half ihm dabei, indem sie mit einem Seil den Stein talauswärts zog.

Schon war das Zweiergespann dicht am Dorfe, da eilte der heilige Antonius aus der Kapelle heraus, um mit seinem Kreuz die Gefahr abzuwenden.

Die Grossmutter rief dem Teufel zu: "Stoos, Tiifel, stoos!, ds Toni löift scho ums Chapelti um!" Der Teufel war dumm genug hinaufzuschauen. Der Heilige war gerade im Begriff, das Hochwasser zu segnen. Allein der Gedanke, bis zum Hals in geweihtem Wasser zu stehen, liess den Teufel erstarren! Er stoppte das Hochwasser und die Steinlawine und flüchtete zurück ins Tal. In seiner Aufregung rutschte er auf halbem Weg auf einer Felsplatte aus, brach sich ein Bein und starb daran.

Auf diese Weise hat der heilige Antonius das Dorf Münster gerettet.

Als aber einige Jahrhunderte später ein populärer Walliser ein Lied geschrieben hat und im Text auf den Tod des Teufels und das Fortleben seiner Grossmutter zu sprechen kam, sei der Teufel darob dermassen erbost -so behaupten wenigstens böse Zungen- dass er wieder zu neuem Leben erwacht sei und diesmal die Steinlawine durch das Dorf habe donnern lassen, um zu beweisen, dass er immer noch lebe...

Wie dem auch sei, auf dem Weg vom Dorf ins Minstigertal kann man auf der gegenüberliegenden Seite der Antoniuskapelle heute noch einen grossen Stein sehen. Er wird immer noch der "Teufelstein" genannt, und an der oberen Seite gegen das Tal hin kann man zwei faustgrosse Vertiefungen erkennen: Die Faustabdrücke des Teufels!
Nach F.G. Stebler

 

Bestaunen Sie die bahntechnischen Pionierleistungen unserer Vorfahren inmitten einer grandiosen Gebirgslandschaft.

Starten Sie mit uns im Urner Bahnhof Realp (1420 m ü.M.) zu einer unvergesslichen Erlebnisfahrt, die in rund zwei Stunden in sorgfältig restaurierten Nostalgiezügen nach Gletsch im Wallis hinüberführt. Vorerst klettert die über 80-jährige Dampflok entlang dem rauschenden Wasser der Furkareuss im Zahnstangengleis bergwärts. Mit gemächlichem Tempo befährt sie die kühne Wilerbrücke, die drei Senntumstafel-Tunnels und die berühmte Steffenbach-Klappbrücke. Eine erste Pause in Tiefenbach wird zum Wasserfassen genutzt. Mit vollem Dampfkessel geht die Fahrt durch blühende Alpwiesen weiter.

Rhythmisch schnaubend überquert das Triebfahrzeug mit seinen Reisezugwagen den Steinstafel-Viadukt.

Dann folgt ein kurzer Stopp im höchstgelegenen Bahnhof Furka (2160 m ü.M.). Anschliessend rollt der Zug durch den 1874 m langen Scheiteltunnel dem Wallis entgegen. Bei der Haltestelle Muttbach-Belvédère beginnt die Komposition mit dem Abstieg auf dem bis 118 Promille abfallenden Schienenstrang.

Ein besonderes Spektakel von Natur und Technik erleben Sie beim Anblick des zauberhaften Rhonegletschers, der sich den Fahrgästen bald zwischen schneebedeckten Berggipfeln zeigt. Die Abenteuerreise am Furkapass endet vorläufig in Gletsch (1760 m), wo für die Weiterreise nach Oberwald oder via Grimselpass nach Meiringen die gelben Post-Omnibusse bestiegen werden können. Steigen Sie ein ins Dampfbahn-Erlebnis. Gute Fahrt!

 

Das Gebiet "Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn" ist das erste Weltnaturerbe der Alpen.

Nebst den ältesten Bäumen der Schweiz im Aletschwald gibt es viel Schnee, Fels und Eis, seltene Pflanzen und neben den Murmeltieren auch zahlreiche Zeugnisse der zurückliegenden Eiszeit.

Eine Interessen-Gemeinschaft bestehend aus Vertretern der Burgschaften, der Gemeinden, des Tourismus, der Forst- und Landwirtschaft sowie Naturschutz-Organisationen sorgen dafür, dass der Tourismus "sanft" bleibt.

Ob es gelingt, ist eine andere Frage und sie drängt sich auf, wenn man die Liste der vielen hundert Journalisten betrachtet.

Doch wie sagt Dr. Mechthild Rössler, die UNESCO-Vertreterin aus Paris? "Die Urkunde des UNESCO-Weltnaturerbes können wir auch wieder wegnehmen."

 
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