Die herbe aber auch süsse Seite des Tessins
Airolo ist als wegen der Sommerfrische und als Wintersportplatz beliebt. Umgeben ist Airolo von einem einmaligen Hochgebirgspanorama im Tal des jungen Ticino; oberhalb heisst das Tal Val Bedretto und unterhalb Valle Leventina.
Einst war es der Ort, wo man nach der strapaziösen Überquerung des Gotthardpasses Rast machte und die Pferde wechselte. Heute ist es der Ort, an dem der Gotthard-Strassentunnel die Autos wieder an die frische Luft entläßt.
Wählt man aber statt des Tunnels die gut ausgebauten Strassen über den Pass, wird man nicht nur von der schönen Aussicht belohnt: Auf der Passhöhe, gleich in der alten Sust untergebracht, befindet sich das Gotthard-Museum, welches auf jeden Fall einen Besuch wert ist.
1898 ging vom Sasso Rosso ein Bergsturz nieder, woraufhin der Ort neu aufgebaut und mit einer Schutzmauer versehen wurde.
Beim Bahnhof Airolo erinnert ein Denkmal des Tessiner Bildhauers Vincenso Vela an eine geschichtliche Tragödie: an die 177 Opfer des Eisenbahn-Tunnelbaus.