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Allgemeines

58% des Schweizer Staatsgebiet liegt im mittleren Teil der Alpen.

100 Gipfel reichen an die 4000er Grenzen heran oder überschreiten sie. Die höchste Erhebung der Schweiz ist die Dufour-Spitze (Bild) mit 4634 m Seehöhe im Kanton Wallis.

Die Alpenentstehung begann vor circa 300 Mio. Jahren (Erdaltertum) und ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Die vielen Erhebungen, Abtragungen, Auffaltungen und Überschiebungen gaben den Alpen ihren reichen Formenschatz von vielfach gestuften Tälern, Terrassen, Pässen, Ketten und Gipfelfluren.

Alpenpässe

Die zahlreichen Bergpässe der Schweizer Alpen bilden von jeher günstige Übergänge über das Gebirge.

Während der Eiszeit fanden die Gletscher hier und dort einen Überlauf durch die Bergkämme, die sie zu breiten Passmulden ausscheuerten.

Fast alle Alpenpässe sind im Winter geschlossen. Nur wenigen werden nach Möglichkeit offengehalten. San Bernardino (Chur-Bellinzona) und Gotthard (Bild) sind durch Straßentunnels wintersicher. Die große Alpenroute gestaltet eine Überfahrt bie gutem Wetter zu einem großartigen Naturerlebnis.

Gletscher

140 Gletscher sind nach der Eiszeit in der Schweiz übriggebliegen mit 1556 km² Gesamtfläche.

Die drei größten befinden sich im Wallis: Aletschgletscher (längster Gletscher Europas), Gornergletscher ob Zermatt und Fiescher Gletscher.

Besonders charakteristisch für die Schweiz sind die Talgletscher, die sich über mehrere Talstufen erstrecken und teilweise nach an die 1000-m-Grenze heranreichen (Unterer Grindelwaldgletscher). Wie überall in Europa ist auch hier in der Schweiz der beständige Gletscherschwund zu bemerken.

 

Kulturleben

Die Schweiz ist Drehscheibe regen Kulturaustausches.

Seit jeher haben sich ausländische Künstler in der Schweiz niedergelassen, während Schweizer Künstler bedeutende Impulse zur internationalen Kunstszene beigetragen haben.

In der ganzen Schweiz gibt es über 700 Museen und öffentlich Sammlungen. Eines der wichtigsten Einrichtungen ist das Schweizerische Landesmuseum Zürich (Bild) und die Kunstmuseen der Städte Basel, Bern, Genf und Zürich. Ein besonderer Publikumsmagnet ist die Fondation Gianadda in Martigny.

Kunstgeschichte

Vielfältig wie die Landschaft ist auch die Kulturgeschichte der Schweiz.

Die Schweiz zeigte sich für Kunst und Kultur immer offen, weshalb vor allem Einflüsse der benachbarten Kulturen (deutsche, österreichischer, italienischer und französischer) zu erkennen sind.

Die etlichen tausend Kunstdenkmäle offenbaren denn auch keine eigentliche nationale schweizerische Kunst. Kunst und Kultur haben in der Schweiz ihre Schwerpunkte vorwiegend in der Gemeinde, Talschaft oder Region. Vorallem das Christentum und später die Protestanten beeinflussten viele Kulturbauten. Um 820 wird der berümte Klosterplan von St. Gallen entworfen. Die Stiftsbibliothek mit ihrer grandiösen Innenarchitektur und kostbaren Beständen wird zum Weltkulturerbe erklärt.

Bau- und Wohnkultur

Viel Eigenständigkeit zeigt die schweizerische Haus- und Wohnkultur.

Unterschiede erkennt man nicht zur zwischen Stadt und Land sondern auch zwischen einzelne Regionen. Schöne Ortsbilder entstanden auch durch geschlossene Gassen- und Straßenbebauungen sowie einheitlich gestaltete Viertel.

Die eigenständigste Baukultur der Schweiz ist die Bauernhausarchitektur. Sie orientiert sich an erster Linie an klimatische Verhältnissen und praktischen Bedürfnissen. Das Bild zeigt ein um Bern typische Bauernhaus mit tiefreichenden Walmdächern.