Auch heute noch zehrt die Tessiner Hauptstadt von diesem reichen mittelalterlichen Erbe. Hinter dem herben Charme einer lombardischen Kleinstadt verbirgt sich das pulsierende Leben eines wichtigen Kulturzentrums zwischen der lateinischen und alemannischen Welt. Die Winkel und Plätze, die Höfe und alten Häuser erzählen dem aufmerksamen Betrachter ihre Geschichte.
Aber was wäre Bellinzona ohne die unvergleichliche Pracht ihrer drei trutzigen Burgen. Die grösste, das Castelgrande, erstrahlt seit kurzem, nach einem geglückten architektonischen Eingriff, in frischem Glanz. Die Burgen erzählen Jahrhunderte der Geschichte, geschrieben von Römern und Langobarden, von Schweizer und Mailänder Herren. Diesem reichen Erbe hat die Neuzeit die Werke der berühmten Tessiner Architekten entgegenzusetzen. Eine Geschichte, die auch den zerstreutesten Passanten nicht unberührt lässt.