
Nachdem sich bereits am Ende der Eiszeit erste Menschengruppen am Fuße des Salève niedergelassen hatten, entstand um 2500 v.Chr. eine ausgedehnte Pfahlbausiedlung im heutigen Hafenbereich. Als erste befestigt Siedlung auf dem heutigen Stadthügel gilgt ein Oppidum der keltischen Allobroger, die im Jahre 120 v.Chr. von den Römern unterworfen wurden. Die erste bekannte namentliche Nennung der Stadt findet sich als Geneva bei Caesar.
Im Jahre 443 wurde Genf Hauptstadt der Burgunder, kam 534 an die Franken, Ende des 9.Jahrhunderts an das zweite Burgundische Reich und mit diesem 1033 an das Heillige Römische Reich Deutscher Nation. Im Jahre 1602 wehrten die Genfer eine Eroberungsversuch der Savoyer erfolgreich ab. 1798 erfolgte die Besetzung durch die Franzosen.
1814 trat Genf als 22.Kanton der Eidgenossenschaft bei. 1920-1946 fungierte Genf als Sitz des Völkerbundes, danach als europäisches UNO-Zentrum und Hauptsitz vieler internationaler Organisationen.

Mehr als 100 Kilometer gemeinsame Grenze mit Frankreich bewirken, dass der Kanton von Genf zwangsläufig den Einflüssen seines Nachbarn unterliegt. Sein Ursprung, aus demselben linguistischen Sprachraum wie Lyon, erklärt zweifelsohne seinen guten Ruf auf gastronomischen Gebiet, wie auch die Tatsache, dass seine kulinarischen Spezialitäten her zu den französiche Speisen passen, als zu den typisch Schweizer Gerichten.
Aber die echte Genfer Küche, mit ihren Speisen, die aus bourgeoisen Tradition gerrühren, also mit eher städtischem als ländlichem Charakter, kann nicht außer acht gelassen werden. Die zahlreichen typischen Restaurants bieten eine ganze Reihe von Spezialitätena, insbesondere Speisen, die bei schwacher Hitze gekocht wurden, wie zum Beispiel Frikassee mit geschmortem Schweinefleisch, und auch die vollständige Palette der Seefische: Barsch, Saibling, Forelle, usw.