Unmittelbar mit dem Mansfelder Land ist die Geschichte des Bergbaus verbunden. Die Anfänge des Mansfelder Kupferschieferbergbaus liegen über 800 Jahre zurück. Nach dem Mansfelder Chronisten Spangenberg sollen es die beiden Berghauer Nappian und Neuke im Jahre 1199 gewesen sein, die am Kupferberg bei Hettstedt mit der Gewinnung begonnen haben.
Ende des 15. Jahrhunderts suchten viele fremde Bergleute im Mansfelder Bergbau Lohn und Brot. So auch der Vater von Martin Luther, der aus dem thüringischen Möhra ins Mansfelder Land umsiedelte und im hiesigen Bergbau tätig wurde. 1969 wurde die Produktion in der Mansfelder Mulde mit dem Brosowski - Schacht eingestellt und bis 1990 übernahm Sangerhausen den Abbau des Kupferschiefers, der dann zum Erliegen kam.
Alte Bergschule mit Knappenbrunnen. Am 14. Juli 1798, dem Gründungstag der Eisleber Bergschule, wurde hier erstmals bergbaukundlicher Unterricht erteilt. An der Stelle der historischen Brunnenanlage “Arche” wurde der Knappenbrunnen errichtet, der typische Figuren des Berg- und Hüttenwesens zeigt.
Kamerad Martin. Die Figur Kamerad Martin wurde im 16. Jh. als Zeichen der Berggerechtigkeit und als Schutzpatron der Bergleute aufgestellt. Das Original befindet sich im Garten von Luthers Geburtshaus in Eisleben. www.kupferspuren.eu
Für den Transport des Mansfelder Kupferschiefers wurde am 15. November 1880 zwischen der Kupferkammerhütte Hettstedt und den Glückhilfsschächten eine Lokomotivförderbahn in 750 mm Spurweite eröffnet, welche heute als Museumszug verkehrt.
Regelmäßiger Zugbetrieb von Mai bis Oktober. Vom 3. Mai bis zum 18. Oktober gibt es an jedem ersten Sonnabend im Monat Dampfbetrieb. Diese Dampfzüge werden ergänzt durch von historischen Dieselloks gezogenen Zügen, welche von Juni bis Oktober an allen übrigen Samstagen fahren werden. www.bergwerksbahn.de
Die Ausstellung zur Geschichte des Mansfelder Kupferschieferbergbaus und Hüttenwesens befindet sich im barocken Humboldtschloss in Hettstedt. Besonders sehenswert sind der originalgetreue Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine, Bergbau-, Hütten- und Walzwerktechnik sowie das Lichtloch 24 des Mansfelder Schlüsselstollens.
Die erste Dampfmaschine Wattscher Bauart wurde erstmals im Jahre 1785 auf dem König-Friedrich-Schacht in Betrieb genommen. Der im Mansfeld-Museum in Hettstedt zu sehende Nachbau gibt den Stand von 1787 wieder. www.mansfeld-museum-hettstedt.de www.kupferspuren.eu