Mit vorwiegend barockem Stil in der Altstadt, gilt Turin als die "Hauptstadt des Barocks".
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In Turin sind vorallem die Kirchen und Paläste Ausdruck des Barocks. Vom Ende des 16. Jh. bis zum 18. Jh. hat der Barock die Entstehung und die Entwicklung des Savoyerstandes begleitet, den Aufstieg einer Dynastie miterlebt, die Macht eines Herzogtums und Königreichs, das in der Geschichte Italiens eine große Rolle spielen sollte, gefeiert. Mit Emanuele Filiberto kam der Barock ins Piemont und nach Turin.
Große Architekten wie Castellamonte, Guarini und Juvarra haben dazu beigetragen, dass sich diese Stilrichtung, die sich nicht bloß im Prunk ausdrückt, ausbreitete. Der Barock ist Synonym für Ästhetik, der künstlerische Ausdruck einer Epoche. Die beinahe nie geraden Linien, die Stucke und die Verzierungen spiegeln die unermüdliche Suche der Künstler nach einem Ausgleich zwischen den Gegensätzen - Wissenschaft und Glaube, Vernunft und Gefühle, Technik und Staunen - genau die Gegensätze, die die Welt von damals zerrissen und gleichzeitig zusammenhielten.
DIE JUWELEN DES BAROCKS... IN DER STADT!
Paläste und Kirchen unnachahmlichen Stils geben Ihnen Einblick in den Prunk und die Atmosphäre der ersten Hauptstadt Italiens.
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Ein absolutes Muss für alle Barockliebhaber ist der Palazzo Madama. Er wurde von den beiden königlichen Frauen Maria Cristina von Orléans und Giovanna Battista von Savoyen Nemours, der Juvarra die Fassade und den prunkvollen Treppenaufgang widmete, bewohnt. Nebenan befindet sich die San Lorenzo Kirche, ein Werk von Guarino Guarini, das zu den Meisterwerken der Sakralbauten in Europa zählt.
Quasi gegenüber ist die elegante Fassade des Palazzo Reale. Heute ist in diesem äußerst prunkvollen Palast ein Museum untergebracht.
Nicht zu vergessen der Palazzo Carignano am gleichnamigen Platz: Eines der wohl besten Beispiele des Schaffens von Guarino Guarini und des Barocks im Piemont. Hier wurden Carlo Alberto und Vittorio Emanuele II geboren, und hier hatte auch das erste Parlament Italiens seinen Sitz. Heute befindet sich hier das Italienische Nationalmuseum des Risorgimento.
Zu erwähnen ist auch die San Filippo Kirche. Bestehend aus einem einzigen Schiff, haben an ihr mehrere Architekten gebaut.
Einen Besuch wert ist auch die Piazza San Carlo, der durch seine Eleganz und unvergleichbaren Schönheit seiner Paläste hervorzuheben ist. Zu der Piazza gehören auch zwei barocke Kirchen: Die San Carlo Kirche, dessen Baubeginn zwar auf das Jahr 1619 zurückgeht, aber eine Fassade aus dem 19. Jh. aufweist. Die zweite Kirche ist die Santa Cristina Kirche von Carlo di Castellamonte.
KÖNIGLICHE RESIDENZEN
Wundervolle Schlösser, Königspaläste, Parks und Gärten, jahrhundertelang im Besitz der Savoyer, gehören seit 1997 zum Kulturerbe der Menschheit.
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Die Königlichen Residenzen im Stadtzentrum und Umgebung erzählen über das Leben und den Prunk der Savoyer, über kriegerische aber kunstliebhabende Herzoge und Könige, königliche Damen, die sich dem Ballett und dem Theater widmeten, Hofarchitekten, Maler und Literaten, die den herrschaftlichen Stil interpretierten, und auch über prunkvolle Zeremonien und Feste, Jagd, Labyrinthe, Parks und Brunnen, von denen in halb Europa gefabelt wird. Dieses außergewöhnliche Erbe von großem kunsthistorischem Interesse ist auch unter dem Sammelbegriff Königliche Residenzen bekannt.
Zu den königlichen Residenzen rund um Turin zählen der Palazzo Reale und der Palazzo Madama auf der Piazza Castello, der Palazzo Carignano auf der Piazza Carignano, das Castello del Valentino im Parco del Valentino, die Villa della Regina hinter dem Hügel, das Castello di Rivoli und die Palazzina di Caccia di Stupinigi; das Castello di Moncalieri, das Castello de La Mandria, das Castello di Pollenzo, das Castello Reale di Govone, das Castello Reale di Racconigi, das Castello Ducale di Aglié und die Reggia di Valcasotto.