Mächtig und wachsam thront sie über der nördlichen Talsperre des Sarcatals, die einst häufig von Heeren aus dem Norden auf dem Weg zur Poebene passiert wurde. Das auffallendste Merkmal ist die direkte Verbindung des Ortes mit der Burg, die durch immer enger liegende Mauergürtel miteinander verknüpft sind (ähnlich wie die Burg Sabbionara in Avio). Über vier Türen gelangt man ins Dorf. Heute noch sichtbar ist jene von Transfora (oder Stranforio). Die einstige Zugbrücke bestätigt die Existenz eines Burggrabens, der den Quellen zufolge um den Befestigungsgürtel verlief. Die Entstehung des gesamten Festungskomplexes wird spätestens auf das 12. Jh. datiert. Die Landschaft zwischen den Ruinen des unteren Palazzo und Rocca ist besonders eindrucksvoll, eingerahmt von den mittlerweile unersetzbaren, jahrhundertealten Zypressen. Kurios ist die Anordnung der Turmdiagonalen. Eine verläuft parallel, die andere senkrecht zum Tal, entsprechend den Richtungen des Windbrechers. Die ersten sicheren Quellen bezgl. der Burg betreffen die Besitzstreitigkeiten der Familien Sejano und Arco. Letztere trugen im 12. Jh. den endgültigen Sieg davon, konnten sich auch im Laufe wechselvoller Ereignisse bis ins 16. Jh. behaupten und zogen dann in die komfortableren Palazzi im Ort. Danach verfiel die Burg und wurde schließlich von den Truppen von General Vendome geplündert.