Drosendorf

Pranger - Drosendorf

Die Prangersäule ist das Wahrzeichen der Gerichtsbarkeit und des Marktrechtes.

Sie stammt aus der Zeit um 1500 und ist eine der höchsten bestehenden Säulen im deutschen Sprachraum. Der Unterteil zeigt gotische Kielbogen. Der Oberteil mit dem "steinern Mann" wurde 1616 angefertigt, da die Figur von einem "großen Sturmwind" heruntergeworfen wurde. Der Ritter hielt ein Schwert im Arm - das Zeichen der Blutgerichtsbarkeit.
Dieses brach später ab, so dass an Marktagen ein Ersatzschwert an einer langen Stange an den Pranger gelehnt wurde. Am Vorabend eines Marktages wurde diese Stange vom Bürgermeister und den Ratsherren in feierllicher Prozession zum Pranger gebracht und blieb über die Markttage dort.
Die Strafe, am Pranger stehen zu müssen, war eine Ehrenstrafe, bei der man dem Gespött der Mitbürger ausgesetzt war. Sie wurde häufig über "zänkische Weiber" aber auch über "trunksüchtige Männer" verhängt. Von den Häusern "liederlicher Frauenspersonen" wurden Maisteige zum Pranger gemacht. Jungvermählte Paare gingen dreimal um den Pranger herum, davon erhoffte man Schutz vor Zank und Streit.

Rolandsäule
Hauptplatz
2095 Drosendorf-Zissersdorf, Österreich


Tel.: +43(2915)2213
Karte
Sprachen
  • Deutsch
Besondere Eignung
  • Familien
  • Rollstuhlfahrer
  • Gruppen
  • Senioren
Sonstiges
  • Besichtigung nur von außen möglich

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