Niederösterreich

Ruine Merkenstein - Niederösterreich

Die vermutlich im 11. Jahrhundert erbaute burg wurde 1683 durch die Türken zerstört. Viele Sagen und Geschichten drehen sich um die Ruine.

Die Ruine Merkenstein, das Schloss Merkenstein, sowie das große Gut Merkenstein befanden sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) im Besitz der deutschen Linie der Familie Krupp. Das ist deshalb von Belang, weil dadurch das Gut Merkenstein unter die Bestimmungen des "Deutschen Eigentums" fiel und bis zum Abschluss des österreichischen Staatsvertrages (Mai 1955) von der russischen Besatzungsmacht verwaltet wurde. Die Sowjetunion hatte unter dem sogenannten Befehl Nr. 17 die Organisation USIA gegründet (Verwaltung des sowjetischen Vermögens in Österreich). Hauptleidtragender der Verwaltung durch die USIA Merkensteins war übrigens die kleine Gemeinde Großau (heute ein Ortsteil von Vöslau). Die größten Einnahmen der Gemeinde, in der es weder Industrie - noch größere Gewerbebetriebe gab, kamen nämlich aus der Grundsteuer. Die USIA-Verwaltung Merkensteins übernahm, so wie alle Vorbesitzer der Herrschaft, wohl die Patronanz über die uralte Großauer Kirche (erste Erwähnung im November 1369, doch wesentlich älter), weigerte sich aber, Grundsteuer zu bezahlen. Das Gut Merkenstein nahm mit weiteren 40% der gesamten Gemeindefläche einen ebenfalls nicht unerheblichen geringen Flächenanteil an. Als 1955 die USIA-Verwaltung nach Abschluss des Staatsvertrages aufgelöst wurde, kam Merkenstein in den Besitz der Republik Österreich.

(Landwirtschaftsministerium/Bundesforste).

2540 Bad Vöslau, Österreich