Glödnitz

Filialkirche hl. Johannes der Täufer - Glödnitz

Von der romanischen Kapelle aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts sind nur einige Reste im heutigen Mauerwerk erhalten. Der frühgotische Rundbau wurde um 1330 mit einem Hauptchor, zwei polygonalen Nebenapsiden und einem wehrhaften Sakristeiturm errichtet.

Der relativ niedrige, wuchtige Turm mit Pyramidenhelm ist bestimmend für die Außenansicht. Zusammen mit dem ehemaligen Hospitzanbau im Westen bildet die Kirche eine malerische Baugruppe. Das Hospitz diente Pilgern und Handelsreisenden als Unterkunft. Das ganze Bauensemble ist mit Lärchenschindeln eingedeckt. Das Hauptpotal befindet sich an der Nordseite der Kirche.

Aus einer Beschreibung der Filialkirche von 1521, verfaßt von Pfarrer Christoph Ernst aus Glödnitz, geht hervor, daß der Flattnitzer Kirche zu dieser Zeit viele Ablässe gewährt waren. Sie besaß eine Anzahl "unheilabwehrender" Reliquien, wie z.B. Milch von der Jungfrau Maria, Blut des hl. Stephanus und Gold der Hl. Drei Könige.

Der Eindruck des Innenraumes wird stark durch die Wandmalereien geprägt. Im Chor ziehen sich Blütenranken auf rosafarbenem Grund über die Kreuzgratwölbung. Das Bild der hl. Muttergottes mit dem Kind und dem hl. Johannes dem Täufer sowie den Heiligen Oswald und Ludwig wurden von dem Künstler August Veiter 1910 ausgeführt.

Filialkirche hl. Johannes der Täufer
Flattnitz
9346 Glödnitz, Österreich


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Fax: +43 4265 8222 21

E-Mail: gloednitz@carinthia.co.at
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