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Obertraun

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Sagen und Legenden

Die Legende vom Krippenstein

Dort hoch über Obertraun hauste der unermesslich reiche Riese Krippen. Seine wunderschöne Tochter, sein einziges Kind, war blind.

Deshalb wagte sie kein Freier heimzuführen und den Vater bekümmerte schwere Sorge um ihr Los, wenn er einst nicht mehr wäre. In seiner Not rief er den Berggeist, den erbarmte sein Jammer, er erschien ihm als Greis in wallendem Silber-Haar, das bis zum Saum des Mantels reichte, gab ihm eine graue Rolle und befahl ihm: "Gehe in der dritten Vollmondnacht auf jene breite Fläche dort, lege die Rolle um deine Schulter, sie wird zum Mantel werden. Nimm deine Tochter auf den Mantel; wenn der Mond über dem Berg steht, wird sie sehen. Doch hüte dich in dieser Zeit ein böses Wort zu sprechen, oder auch nur einen bösen Gedanken zu hegen, sonst wehe allen, die sich im Bereich des Tuches befinden."
In der festgesetzten Vollmondnacht kam der Riese dem Angebot nach. Da sah er einen kleinen Mann heranschleichen. Es war der Ritter Däumling, den der Geiz antrieb, um die blinde Braut zu werben. Zornerfüllt stieß der Riese einen Fluch aus und wollte einen Stein nach dem Verwegenen schleudern. Da erfüllte ein Tosen und Donnern die Luft, ein Rutschen und Schwanken folgte. Als die erschreckten Talbewohner aus den Häusern stürzten, sahen sie oben an Stelle der blühenden Almen wildes Felsengeröll. Noch heute kann man in der Felsgestaltung den Körper des Riesen Krippen erkennen, an seine Schulter gelehnt, die blinde Tochter. In einiger Entfernung ragt der steinerne Däumling auf.

Die Rache des Dachsteinkönigs

Dort, wo heute die Dachsteingletscher im Sonnenlichte erglänzen, lagen vor langer Zeit Almgründe,

auf denen das Vieh ganz besonders nahrhafte Gräser und Kräuter zu weiden fand.
Kein Wunder, dass die Sennerinnen in den Almhütten Milch, Butter und Käse in Überfluss hatten, übermütig wurden und all den Reichtum zu verschwenden begannen.
Mit altgewordenen Käselaiben legten sie ein Pflaster von der größten Hütte bis zum Brunnentrog hinunter und mit der köstlichen Butter fetteten sie ihre Schuhe ein! Nun kam eines Tages ein hungriger Gast zu den Sennerinnen hinauf, ein alter, eisgrauer Mann, dem man die Erschöpfung nach dem weiten, steilen Aufstieg wohl anmerkte. Er wankte der Hausbank zu und bat bescheiden um einen Trunk Milch und ein Stück Brot. Aber die mitleidlosen Mägde kannten kein Erbarmen! Doch siehe da: vor den entsetzten Blicken der Sennerinnen wuchs der Alte plötzlich ins Riesenhafte und rief mit donnernder Stimme: "Dem Dachsteinkönig habt ihr Rast verwehrt - so sei euch künftig Hab und Gut zerstört! Der Schnee bedecke euch und Alm und Herden und nie mehr soll's hier oben aper werden!"
Als des Dachsteinkönigs mächtige Gestalt entschwunden war, zogen im Nu von allen Seiten dunkle Wolken über den Himmel und es begann zu schneien - zu schneien schier ohne Ende!

Die nachfolgende Kälte ließ die dicke Schneeschicht erstarren; und damit war alles Leben unter ewigem Eis begraben.

Das wilde Gjaid

Zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag, in den geheimnisvollen zwölf Raunächten,

braust die wilde Jagd alljährlich über die schneeverhüllten Berge, Wälder und Ortschaften des Salzkammergutes.
Aus den Gebirgen des Ennstales kommen die unholden Geister auf Rossen und Böcken unter Geheul und Sturmessausen geritten. Am Dachstein macht die tolle Schar Halt. Da werden die verwunschenen Sennerinnen aus ihren eisgrünen Kammern geholt und es geht zum schaurigen Tanz auf den Gosaugletscher und die Gjaidalm am Krippenstein. Dann aber werfen sich der Anführer und die Windsbraut mit dem brandroten Haar und all die unseligen Jagdgesellen auf ihre Reittiere und lärmen auf ihren nächtlichen Zügen über Goisern um im anbrechenden Morgen die Jagd zu beschließen. So erging es auch einmal einem Spielmann aus Goisern, der zu Silvester einer fröhlichen Runde zum Tanz gegeigt hatte. Als er in später Nachtstunde heimzu eilte, kam der heidnische Schwarm daher und schleppte den Armen durch die eiskalten Lüfte mit sich fort bis zum Traunstein, setzte ihn am tiefverschneiten Gipfel hin und stob mit grässlichem Gelächter nach allen Windrichtungen auseinander.
Als der Geiger am Neujahrstag unter Mühe und Gefahr endlich den Abstieg bezwungen und Gmunden erreicht hatte, war sein Haar schneeweiß geworden. Er mochte nichts Näheres über sein nächtliches Erlebnis aussagen; sicher ist nur, dass man ihn sein ganzes Leben nie mehr lachen sah!

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