Ein echter "Gasthof" im Hinterland des Wörthersees. Ganz großartig geführtes Familienhotel, in dem man äußerst nett, aber nie aufdringlich oder schmierig umsorgt wird.
Großes Grundstück mit großem Naturschwimmteich (da braucht man den überfüllten Wörthersee nicht, reichlich Liegen und Schwimmreifen etc. im Häuschen nebendran, Badetücher nicht vergessen!) und vielen Ecken zum Rückzug, Tischtennisplatte, absolut ruhig, so gut wie kein Autoverkehr. Zwei Häuser mit neun Zimmern im alpenländischen Stil. Sehr gepflegt, alles supersauber. Anfahrt über schmale Strassen durch den Wald, beim ersten Mal wirkt es verwirrend, man findet sich aber schnell zurecht. In 15 Minuten ist man in Velden, in 30 in Villach und Klagenfurt. Der Hektik und dem Ambiente des Wörthersee-Publikums entgeht man hier.
Die Zimmer sind zweckmäßig und teilweise etwas altbacken eingerichtet, da wäre noch etwas Luft nach oben (auch eine Sauna vielleicht?), sehr nützlich der Kühlschrank. [Passt irgendwie nicht zum übrigen, dass Duschgel/Shampoo mitgebracht werden muss...]
Das Frühstück und Abendessen (Halbpension zu empfehlen) sind großzügig in den Portionen und der Auswahl, etwas mehr vegetarische Optionen beim Abendessen aktiv angeboten wäre schön (wird auf Wunsch auch gemacht, aber man fragt ja nicht immer gerne). Die Küche ist bemerkenswert - man isst unten am See für den doppelten und dreifachen Preis, bekommt aber nicht annähernd diese Qualität. Zwei große Terrassen, schön möbliert, zum Teil sonnig. Das Ambiente ist bodenständig-rustikal, wer Veldener Chichi und stylisches Drumherum sucht, ist hier falsch und wird sich nicht wohlfühlen.
Unvergleichlich ist der Service: Zimmer, die von Zauberhand gerichtet werden, während man frühstückt; die Gastgeberfamilie, die sich Zeit für Gespräch, Erläuterung und Ratschläge nimmt; viel Freundlichkeit und echtes Gastgebertun.
Wir haben uns sehr wohl gefühlt und empfehlen unbedingt weiter (wir waren im Hochsommer hier).